Smileys an der Goethestraße sollen Autofahrer wachrütteln

Ein neues Digitaldisplay zeigt an der Goethestraße die Geschwindigkeit an. - Foto: Koll

Werdohl - Seit vergangenem Dienstag zeigt ein digitales Display an der Goethestraße den Autofahrern die gefahrene Geschwindigkeit an. Erlaubt sind dort 30 Stundenkilometer. Wer schneller fährt sieht ein rotes Gesicht vor sich, bei Fahrern, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, leuchtet ein grüner Smiley auf.

„Man kann super sehen, wie die Leute vom Gas gehen und versuchen, die 30 zu treffen“, freut sich Bürgermeisterin Silvia Vossloh. Die Anschaffung der mobilen Geschwindigkeitsmessanlage geht auf ihre Initiative zurück. Sie habe schon im vergangenen Jahr über eine Anschaffung nachgedacht und Kontakte geknüpft. Jetzt habe ihr der Bauhof signalisiert, dass es das Gerät zu einem besonders günstigen Preis gebe.

Mit Frank Schlutow von den Stadtwerken fand Voßloh auch einen Sponsor. Das Gerät koste etwa 2000 Euro. „Es lenkt die Aufmerksamkeit auf die Fahrgeschwindigkeit“, sagte die Bürgermeisterin gestern. Voßloh möchte, dass es auch vor Schulen und Kindergärten, Senioreneinrichtungen oder im Sommer vor dem Freibad steht.

„Das Display ist mobil“, erklärt Rolf Prange vom Baubetriebshof. Deshalb könne es immer an anderen Standorten platziert werden. „Wir in Werdohl sind selber Straßenverkehrsbehörde. Unsere Aufgabe ist die Lenkung und Leitung des Straßenverkehrs“, sagt Prange.

Zwar könnte die Stadt keine Strafzettel für zu schnelles Fahren ausstellen. Aber: „Wir wollen die Leute wachrütteln.“ Für die Befestigung des Geräts seien oft nur eine Laterne oder ein Mast nötig. An der Goethestraße sei jedoch ein eigener Pfahl aufgestellt worden, da die Laternen auf der falschen Seite stünden und zudem teilweise von Bäumen verdeckt seien.

In Werdohl seien die meisten Wohnbereiche in 30er-Zonen, weshalb das Display verstärkt dort zum Einsatz käme. Aber die Technik des Geräts erlaube auch Messungen von 50 und 70 Stundenkilometern.

Bei der Wahl der Standorte würden auch Hinweise von Bürgern berücksichtigt. In der Regel bliebe das Display für etwa zehn Tage an einer Stelle.

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