Senioren kritisieren Stadtumbau-Details

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Wilhelm Jansen stellte während der Jahreshauptversammlung der SPD-AG 60plus Einzelheiten zum Stadtumbau vor. Nicht alle Details kamen bei den Senioren gut an.

Werdohl - „Alles neu und schön!“ – so war der Bericht zum Thema „Stadtumbau“ überschrieben, den SPD-Ratsherr Wilhelm Jansen am Dienstag während der Jahreshauptversammlung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus ablieferte.

In allen Punkten konnten sich die Senioren im Haus Werdohl der Kernaussage dieses Titels allerdings nicht anschließen.

Jansen hatte gerade erklärt, dass der Umbau der Bushaltestellen am Kessler-Platz und an der Freiheitstraße demnächst Barrierefreiheit garantiere und für die Senioren sehr vorteilhaft sei, da übten einige der älteren Werdohler prompt Kritik an der Maßnahme: „Dass die Bushaltestellen an der Freiheitstraße verlegt werden ist ganz schlecht. Wenn man jetzt in der Stadt einkaufen war, muss man mit den schweren Taschen weit laufen.“ Das sei nicht durchdacht und keineswegs vorteilhaft für Senioren, hieß es.

Positiv hatte Jansen hervorgehoben, dass es durch den Umbau der Bushaltestellen demnächst weniger Platz für den Verkehr im Bereich der Freiheitstraße geben werden: „So werden auch die Raser gestoppt“, erklärte der SPD-Ratsherr. Die Reaktionen der Senioren folgten prompt: „Tagsüber mag das ja funktionieren. Aber was ist in der Nacht? Dann ist es besonders schlimm und dafür gibt es immer noch keine Lösung.“ Das Quietschen der Reifen störe sogar noch die Ruhe der Patienten in der Stadtklinik.

Viel Lob gab es dagegen für die neue Querungshilfe an der Goethestraße im Bereich der Stadtspange. Erfreut waren die 60plus-Mitglieder zudem über Jansen Aussage bezüglich des Kostenrahmens für den Stadtumbau: „Die Rechnungen werden ständig kontrolliert. Wenn etwas teurer ist als geplant, wissen wir das quasi am nächsten Tag.“ Bisher sei aber alles im Rahmen, sagte der Sozialdemokrat.

Im Anschluss an diesen Bericht blickte Wolfgang Becker zum letzten Mal in seiner Funktion als Sprecher der SPD-AG auf die vergangenen Monate zurück. Höhepunkt seien die Fahrten nach Hannoversch Münden und in die Lüneburger Heide gewesen, erinnerte Becker: „Das war toll.“

Wie berichtet, steht Becker als 60plus-Sprecher nicht länger zur Verfügung. Da am Dienstag kein Nachfolger gefunden werden konnte, sollen die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft ab dem kommenden Jahr vorläufig ruhen.

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