Seifenverkauf beim 22. Werdohler Bauernmarkt

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Elke Pichlbauer produziert in der Borbecke seit sieben Jahren Seife – ein Vollzeitjob.

Werdohl - „Das erste Stück Seife habe ich vor zehn Jahren hergestellt – aber zunächst rein privat“, erinnert sich Elke Pichlbauer. Am 30. September ist sie auch auf dem Werdohler Bauernmarkt vertreten.

2009 dann habe Elke Pichlbauer begonnen, gewerblich Seife zu produzieren. Das ist unterdessen längst ein Vollzeit-Job für sie. Rund drei Tage in pro Woche wende sie auf für die Herstellung von Seife. Und drei Tage pro Woche verkaufe sie diese auf Märkten. So auch am Freitag, 30. September, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr auf dem Werdohler Bauernmarkt.

Dieser findet dann bereits zum 22. Male statt – dieses Mal erneut auf dem Alfred-Colsman-Platz. Pichlbauer überlegt: „Ich bin mit meinen Seifen dann sicher schon zum fünften Male dabei.“ Im Programm habe sie Seifen mit 22 Duftrichtungen und dazu noch eine Rapsöl-Schmierseife. 

Wie auch die anderen Anbieter auf dem Werdohler Bauernmarkt, produziert die Werdohler Seifenmacherin ihre Waren weitgehend mit Produkten aus der Region. „Kokosnüsse und Olivenbäume wachsen halt nicht hier im Sauerland“, erklärt Pichlbauer, warum sie darüber hinaus aber auch auf nicht-regionale Inhaltsstoffe für ihre Seifen zurückgreifen muss. 

Die Seifen-Herstellung ist recht zeitaufwendig, auch wenn die Rohmasse unterdessen nicht mehr – wie früher – gekocht werden muss. „Die Rohseife, schon mit Duft- und Farbstoffen versehen, habe ich in einer Stunde fertig“, verrät Pichlbauer. Sie betont aber: „Ich verwende keine Parfümöle, sondern ausschließlich ätherische Öle.“ Die im Kaltrührverfahren erstellte Rohmasse schneidet die Seifen-Herstellerin dann in Stücke. Diese müssen dann sechs Wochen lang trocknen und härten. 

Danach glättet Pichlbauer die scharfen Schnittkanten und versieht die Seifen-Stücke mit einer Banderole, die über Inhaltsstoffe sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum aufklärt. Die Werdohlerin erläutert: „Das Kaltrührverfahren ist besonders schonend für die Rohstoffe.“ Bei ihren bisher vier Teilnahmen am Werdohler Bauernmarkt hat sie festgestellt: „Hier ist die Avocado-Seife besonders beliebt. Und auch meine Shampoo-Seife geht bestens.“ Letztere ist vornehmlich zum Waschen der Haare geeignet und duftet nach Rosmarin und Lavendel. 

Der Duft sei jedoch nicht der Hauptgrund, warum sie bestimmte Öle in ihre Seifen – deren Rezepte sie oft selbst erstellt hat – gibt. „Salbeiöl beispielsweise riecht zwar recht angenehm, aber es hat auch die Funktion, die Schweißporen zu schließen.“ Ein Teil ihrer Seifen basiere jedoch auch auf althergebrachten Rezepturen. „Ich muss das Rad ja nicht immer neu erfinden“, gesteht Pichlbauer.

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