Schwelbrand in Wohnhaus an der Berliner Straße in Werdohl

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25 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren am frühen Montagmorgen bei einem Schwelbrand an der Berliner Straße im Einsatz.

Werdohl - [Update 13.40 Uhr] Nach einem Schwelbrand in Ütterlingsen wurden am Montagmorgen fünf Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr war mit 25 Kräften rund drei Stunden im Einsatz.

Bereits in der Nacht hatte in dem Einfamilienhaus an der Berliner Straße der Rauchmelder Alarm geschlagen. Die Bewohner schauten nach dem Rechten, konnten jedoch kein Feuer feststellen.

Gut zwei Stunden später alarmierten sie dann aber doch die Feuerwehr, weil sie in ihrem Haus Gasgeruch festgestellt hatten. Der Löschzug Stadtmitte und ein Spezialfahrzeug des Löschzugs Eveking rückten aus und suchten unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Kai Tebrün und des Zugführers Jürgen Tremblau mit Messgeräten nach der Ursache. Sie stellten dann schnell Kohlenmonoxidgehalt in der Luft und anstatt des vermeintlichen Gasgeruchs tatsächlich Brandgeruch fest.

Mit einer Wärmebildkamera suchten die Einsatzkräfte, die inzwischen Verstärkung durch weitere Atemschutzgeräteträger erhalten hatten, dann nach dem Brandherd und wurden in einer Leichtbauwand in der Nähe eines offenen kamins fündig. Die Brandbekämpfer öffneten diese Wand und entdeckten darin glimmende Holzbalken. Durch die plötzliche Sauerstoffzufuhr verwandelte sich die Glut sofort in offene Flammen, die die Feuerwehr aber schnell löschen konnte. Die Ursache des Schwelbrandes blieb zunächst im Dunkeln. Der hinzugezogene Schornsteinfeger schloss allerdings den offenen Kamin als Auslöser aus. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und teilte später mit, dass ein technischer Defekt als Branursache wahrscheinlich sei. Am Gebäude entstand nach Angaben der Polizei nur geringer Sachschaden.

Nach Einschätzung von Stadtbrandinspektor Manfrerd Theile haben die Bewohner des Hauses großes Glück gehabt. Kohlenmonoxid, wie es dort durch den Schwelbrand entstanden sei, sei ein geruchs- und geschmacksloses, aber giftes Gas. Es könne zu einer Vergiftung mit tödlichen Folgen kommen. Ganz so schlimm kam es für die Bewohner nicht. Allerdings wurden sie sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht, weil sie über Kopfschmerz und Übelkeit klagten, typische Symptome einer leichten Kohlenmonoxidvergiftung.

Die Berliner Straße war während des Feuerwehreinsatzes, der bis etwa 8.30 Uhr dauerte, für den Verkehr gesperrt. Busse konnten nur bis zur Danziger Straße fahren.

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