Schützenheim Bärenstein soll Einnahmequelle bleiben

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Mit 43 Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen sprach sich die Versammlung für den Erhalt des Heims Bärenstein aus.

Werdohl -  „Viele tolle Veranstaltungen haben unserer Kasse ein gutes Plus beschert“, freute sich Oberst Frank Herber am Samstagabend im Schützenheim Altenmühle.

Dort traf sich der Versetaler Schützenverein zur diesjährigen Herbstversammlung. Mehr als 50 Schützen nahmen teil. Von der Thekenmannschaft stets mit kalten Getränken umsorgt, behielten sie auch dann einen kühlen Kopf, als Geschäftsführer Jürgen Wehlus umfangreiche Protokolle zu verlesen hatte. Diese stellten dank sperrigem Amtsdeutsch wirklich keine leichte Kost dar.

Wehlus trug die Protokolle jener Versammlungen vom Jahresanfang vor, in denen die Versetaler Schützen ihre vier Züge auflösten und sich folglich eine neue Satzung gaben. Seine Mühen wurden belohnt, die Versammlung genehmigte die Protokolle. „Nach der Zusammenlegung der Züge bringen sich viele ein. Manche scheinen hingegen noch zu schmollen“, meinte Oberst Frank Herber die vergangenen Monate im Fokus. Er ärgerte sich sehr über „lächerliche Vorwürfe, der Vorstand habe die Zugkassen eingestrichen.“ Mit Blick auf die neue Vogelstange betonte er, dass diese größtenteils über Spenden finanziert werden konnte: „Nein, wir haben kein Geld verprasst!“

Gleichzeitig hätten Herber jedoch auch zahlreiche Vereinsmitglieder stolz gemacht, die jüngst gut und dem Anschein nach auch gerne zusammenwirkten. Dies zeigte sich nicht zuletzt auch beim Blick in die Vereinskasse. Kassierer Michael Grünhagen zeigte sich mehr als zufrieden: „Wir haben mit unseren Veranstaltungen – vom Kinderkarneval über das Versetaler Frühstück bis hin zum Irischen Abend – gute Einnahmen erarbeitet.“

Ebenso glücklich war Michael Grünhagen mit den Finanzen des Vereinsheims in Bärenstein. Dort findet zwar kein Schießbetrieb mehr statt. Der Schießstand ist abgebaut und auch die Jugend des Versetaler Vereins trainiert nun flussabwärts in Altenmühle. Dennoch ist das Heim Bärenstein weiter ein beliebter Treffpunkt, vor allem freitags. Miete und Strom seien moderat, so Grünhagen: „Auch die Vermietung der Garage bringt etwas.“ Im vergangenen halben Jahr warf das Heim Bärenstein mehr als 3000 Euro ab, füllte damit die Kasse des Vereins, so Oberst Herber. Der Vorstand und weitere Mitglieder sprachen sich nicht zuletzt deshalb am Samstag dafür aus, den Treffpunkt zunächst zu erhalten. Mitglieder des ehemaligen vierten Zuges warben bei der Herbstversammlung für die freitäglichen Treffen, die natürlich allen Versetaler Schützen offenständen. Außerdem wiesen sie auf die Möglichkeit hin, die Räumlichkeiten für kleinere Feiern zu mieten.

Als es schließlich zur Abstimmung kam, enthielten sich sieben Stimmberechtigte. 43 Anwesende sprachen sich per Handzeichen für den Erhalt des Schützenheims Bärenstein aus. „Wir werden die Zahlen im Blick behalten“, versprach 2. Vorsitzender Bastian Häring den Zweiflern in der großen Runde.

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