Schrottkeller feiert mit buntem Programm

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Vor allem die Mädchen tanzten lieber zu den Klängen, die von CDs kamen, auf der Bühne. Als Geschenk erhielten sie Straßenmalkreide, die ebenso freudig aufgenommen wurde wie die Fußbälle.

Werdohl - Als Anna-Katharina Reith und Christina Sabanci-Henkes am Samstagmorgen um 11 Uhr die Tür zum Schrottkeller öffneten, erwarten sie bereits zahlreiche feierwillige Mädchen und Jungen. Doch da waren es noch vier Stunden, bis die Sause anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Ütterlingser Jugendeinrichtung starten sollte. Und so mussten die beiden Einrichtungsleiterinnen ihr Stammklientel vertrösten.

Am Nachmittag aber legten die Kinder umso mehr los: Ein Hindernis-Parcours lud im Freien zum Sich-Ausprobieren ein. Drinnen gab es neben dem üblichen Kicker auch den Heißen Draht zum Spielen. Draußen wurde Dosenwerfen angeboten, drinnen wartete ein riesiges Kuchenbuffet.

Aber auch die Erwachseenen kamen auf ihre Kosten: Draußen boten die Teams heimischer Gastronomen Getränke (Alt Werdohl) sowie Würstchen, Spieße, Krautsalat und Peperoni (Bistro @ Night) an. Drinnen hatten Reith und Sabanci-Henkes eine Ausstellung über die vergangenen 50 Jahre vorbereitet, die zum Stöbern einlud. Übrigens: In den ersten zwei Jahren hieß der heutige Schrottkeller noch gar nicht so, sondern firmierte unter den Logo Europa-Club.

Werdohler Schrottkeller lebt

Bürgermeisterin Silvia Voßloh stattete der Ütterlingser Institution einen Besuch ab und brachte, so ihre Worte, einen essbaren EM-Ball mit: eine große Melone. Drei echte EM-Bälle gab es hingegen von der ehemaligen Versetaler Stadtteilrunde für die Jungs – und Straßenmalkreise für die Mädels. Gemeinsam freuten sich die Kinder über einen riesigen Kuchen in Form einer 50. Alle Kuchen waren übrigens Spenden – oder aber im Vorfeld vom Schrottkeller-Team mit den Kindern selbst gebacken.

Anwohner aus der Nachbarschaft und viele Erwachsene, die ehemalige Schrottkeller-Besucher waren, kamen im Laufe des Nachmittags vorbei. Und am Abend feierten sie mit den Musikern der PeeWee-Bluesgang, wohl eine der Bands, die am häufigsten in der Ütterlingser Jugendeinrichtung aufgetreten sind. Und auch dieses Mal kamen sie ausgesprochen gut an. Und so rockten sie bis in den Abend hinein.

Den eignen Song „California“ nannten sie kurzerhand um in „Schrottkeller“. Im Lied heißt es übersetzt weiter: „Ich brauche Deine Liebe so sehr.“ Nach dem Stück pfiffen die Open-Air-Konzertbesucher begeistert und johlten ausgelassen. PeeWees-Sänger Richard Hagel fragte dann, wer die Band denn in den 80er-Jahren schon in Ütterlingsen gesehen hatte und tatsächlich gingen einige Finger hoch.

Die PeeWees spielten aber auch Coverversionen wie „Sunshine of Your Love“ von Cream. Die Knie der Fans auf dem Schrottkeller-Gelände wippten, die Köpfe nickten und die Lippen sangen mit.

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