Schlüpfrige Verse in der Bücherei

Max Erben kommt am Freitag, 27. November, auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten und der Stadtbücherei nach Werdohl.

Werdohl - Der Sänger und Kabarettist Max Erben rezitiert am Freitag, 27. November, ab 19.30 Uhr in der Stadtbücherei am Alfred-Colsman-Platz Texte bekannter Dichter. „Der Künstler tritt nicht zum ersten Mal in Werdohl auf und ist ein Garant für einen unterhaltsamen Abend“, sagt Bettina Koelbel, die als städtische Gleichstellungsbeauftragte zu diesem Abend einlädt.

„Himmlisch war‘s, wenn ich bezwang meine sündige Begier, Aber wenn‘s mir nicht gelang, hatt‘ ich doch ein groß Pläsier.“ Diese Verse von Heinrich Heine wurden von der Zensur als schlüpfrige Darstellungen getadelt und verboten. Was Heine und andere Poeten – von Lessing bis Brecht – für die Geheimfächer ihrer Schreibsekretäre oder für den intimen Freundeskreis schrieben, das hat Erben in diesem Programm zusammengestellt.

Zwar können die meisten älteren Texte mit ihren Allegorien und antiken Anspielungen heute im Zeitalter der Freizügigkeit keinen Skandal mehr auslösen, dafür sind die zeitgenössischen Schriftsteller umso deftiger. Dass der Abend dennoch nicht platt voyeuristisch wird, dafür sorge der bekannte Sänger und Kabarettist Erben durch seine Auswahl mit Texten von Gleim, Heine, Kästner, Ringelnatz, Wedekind, Fried und vielen anderen. „Die meist humoristischen und spöttisch-satirischen Darstellungen des Themas garantieren dafür, dass die Zuhörer amüsiert über die verborgenen Seiten dieser bedeutenden Dichter schmunzeln“, versichert Koelbel.

Eintrittskarten für diese gemeinsame Veranstaltung der städtischen Gleichstellungsbeauftragten und der Stadtbücherei können ab sofort zum Preis von 6 Euro in der Stadtbücherei erworben werden.

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