„Schlagkraft der Werdohler Feuerwehr deutlich erhöht“

Unter den Gästen befanden sich auch vier Ratsmitglieder (hier Jürgen Neumann (l.) und Michael Schürmann. Für die Kinder waren die neuen Fahrzeuge zudem ein besonderes Erlebnis.

Werdohl - Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat am Freitagabend am Gerätehaus in der Fischerei symbolisch den Schlüssel für zwei neue Einsatzfahrzeuge des Feuerwehr-Löschzuges Kleinhammer an Löschzugführer Klaus Sbresny übergeben.

Es handelt sich um ein Klein-Einsatzfahrzeug (KEF) im Wert von 65 500 Euro und ein Löschfahrzeug (LF 10, neue Norm), das in der Komplettausstattung einen Wert von 311 000 Euro hat. Beide sind zwar von der Stadt in Auftrag gegeben aber nicht gekauft, sondern geleast worden. Beide sind mit einer Rückfahr-Kamera ausgestattet.

Mit beiden, so betonte Stadtbrandinspektor Manfred Theile, werde sowohl die Schlagkraft des Zuges Kleinhammer, als auch die der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl insgesamt deutlich erhöht. Ersetzt wurden zwei 26 und 28 Jahre alte Veteranen, die den Anforderungen nicht mehr entsprachen, beziehungsweise derart starke Mängel aufwiesen, die eine Reparatur unter wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr sinnvoll erscheinen ließen.

Das ausrangierte Klein-Einsatzfahrzeug, das zunächst als Gefahrgut-Gerätewagen in Dienst gestellt und dann 2009 für die späteren Zwecke umgerüstet wurde, soll – so Stadtbrandinspektor Manfred Theile – in Kürze vom Zoll versteigert werden. Das gilt auch für das ausgemusterte Bundes-Löschfahrzeug (LF 16 TS), das wegen der erwähnten Mängel schon im April 2015 außer Dienst gestellt werden musste. Für die mehr als einjährige Übergangszeit hatte die Stadt ein Löschfahrzeug der Wehr in Küntrop gekauft, um die Schlagkraft des Löschzuges Kleinhammer zu erhalten. Auch das wird versteigert.

Das neue KEF, das maximal drei Einsatzkräfte aufnehmen kann, hat das Fahrgestell eines Mercedes Sprinter (3,5 Tonnen) mit Kastenaufbau, der am Heck zwei Flügeltüren und an der Seite eine Schiebetür hat. Der Boden im Inneren ist mit Alu-Blech belegt. Verzurrschienen zur Sicherung der Ladung und zwei Auffahrschienen für Rollcontainer sowie ein Alu-Regalsystem wurden berücksichtigt.

Das neue, 290 PS-starke Löschfahrzeug bietet Platz für neun Feuerwehrleute. Die Beladung gleicht der des Vorgängermodells, wobei primär Platz für 30 B-Schläuche mit einer Länge von 600 und 15 C-Schläuche mit 225 Metern ist. Integriert ist zusätzlich ein Wassertank für 1200 Liter. Ein Volumen, das im Brandfall für den Erstangriff gedacht ist. Einen solchen Tank hatte der Vorgänger nicht. Für Einsätze in etwas höherer Lage hat der Neue eine vierteilige Steckleiter mit an Bord. Die Tatsache, dass das LF 10 im Gegensatz zu dem zweiten Löschfahrzeug mit einem Straßen-Fahrgestell ausgestattet werden musste, ist der Tor-Höhe im Gerätehaus Kleinhammer geschuldet.

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