Schäden am Ahe-Hammer legen Denkmal lange lahm

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Der 2. Vorsitzende Klaus Hüttebräucker erläuterte den Vereinsmitgliedern – darunter Bürgermeisterin Silvia Voßloh – den Schaden an der historischen Anlage.

Werdohl/Herscheid - Bereits im März sollte der Betrieb des Ahe-Hammers wieder aufgenommen werden. Doch genau das wird bis mindestens Ende des Jahres nicht passieren. Das war die zentrale Erkenntnis der Frühjahrsversammlung des Fördervereins Osemunddenkmal Ahe-Hammer am Freitagabend im Landgasthof Herscheider Mühle. Vorstandswahlen stehen erst bei der Herbstversammlung, die dann wieder in Werdohl stattfinden wird, an.

Bereits zu Beginn der anderthalbstündigen Versammlung teilte der Vorsitzende Siegfried Griebsch den knapp 20 Anwesenden – darunter die Bürgermeister Silvia Voßloh aus Werdohl und Uwe Schmalenbach aus Herscheid – mit, dass „ein Außenmauerbruch am Gewölbekanal“ festgestellt worden sei. „Ein Betrieb des Hammers könnte diesen Schaden noch vergrößern“, betonte Griebsch.

Im Laufe des Abends ging der 2. Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Hüttebräucker, näher auf den Schaden ein, der vermutlich schon bei einer Überflutung 2010 entstand. Statiker hätten festgestellt, dass das Gesamtgebäude sei nicht gefährdet sei. Für eine Reparatur gebe es nun mehrere Varianten. Vorsitzender Griebsch hob hervor: „Wir versuchen, das möglichst kostengünstig hinzubekommen.“

Da nunmehr ein Hammer-Betrieb für das laufende Jahr auszuschließen sei, schlug Hüttebräucker alternativ vor: „Wir könnten dennoch Schmiedevorführungen für Besuchergruppen anbieten, indem wir die zwei Essen und die zwei Ambosse betreiben. Davon ginge keine Gefahr aus für den Schaden am Gewölbekanal.“

Die anstehende Reparatur werde die Kasse des Fördervereins belasten. Vorsitzender Griebsch hatte deshalb gleich zu Beginn des Abends vorsichtig formuliert: „Wir stehen finanziell den Umständen entsprechend ganz gut da – noch.“ Kassierer Bernd Neuhaus untermauerte diese Einschätzung entsprechend mit Zahlen.

Eine erfreuliche Nachricht hatte der Vorsitzende den anwesenden Mitgliedern aber gleichwohl noch zu überbringen: Eine Skulptur, die einen Schmied darstelle, werde von der Firma Brüninghaus gespendet und bald am Ahe-Hammer aufgestellt. „Die Skulptur“, erläuterte Griebsch, „stammt vermutlich vom Ende der 20er-Jahre.“

Der Fördervereins-Vorsitzende bedankte sich bei Kreditinstituten, Privatpersonen und Unternehmen sowie der Stadt Neuenrade für ihre Spenden. Letztere habe dem Förderverein eine „dicke Eiche“ überlassen, mit welcher beispielsweise „Außenmöbel erstellt“ werden könnten.

Co-Vorsitzender Hüttebräucker hielt einen Vortrag über den Umbau des Teiches am Ahe-Hammer. Momentan sei der Wasserstand im Teich „ein bis anderthalb Meter zu tief für einen Betrieb“. Weitere Arbeiten wurden durchgeführt. So seien etwa morsche Balken der Wellenlagerung repariert worden. Auch sei der Zuflusskanal zum Wasserrad des Blasebalges erneuert worden. Zum Ahe-Hammer gehöre ein zweites Wasserrad.

Insgesamt sei der Zustand des Geländes stark verbesserungswürdig. Etliche Ecken müssten aufgeräumt, gesäubert und aufgehübscht werden, damit man sie wieder Besuchern präsentieren könne, mahnte Hüttebräucker an. Vorsitzender Griebsch: „Dafür suchen wir Helfer - ganz gleich, ob es Handwerker sind, die Arbeiten ausführen könnten, oder einfach nur helfende Hände, die mit anpacken.“

Spontan beschlossen die Anwesenden, bei einem Besichtigungstermin das Ausmaß der zu erledigenden Arbeiten in Erfahrung zu bringen. Freiwillige, die bei den Aufräumarbeiten mithelfen wollten, seien an diesem Nachmittag bereits willkommen. Treffen werden sich alle Interessierten dazu am Freitag, 29. April, ab 15 Uhr am Ahe-Hammer.

Zudem solle nun im Zwei-Monats-Rhythmus ein Stammtisch des Fördervereins einberufen werden. Die Premiere wurde auf den 12. Mai, ab 17 Uhr festgelegt. Auch an diesem Tag seien interessierte Noch-Nicht-Mitglieder eingeladen, einfach einmal zum Ahe-Hammer zu kommen.

Aktuell hat der Förderverein 44 Mitglieder. Die gut 20 Anwesenden entlasteten am Freitag noch den Vorstand. Außerdem teilte Griebsch mit, dass das Osemunddenkmal auch in diesem Jahr – am 11. September – Teil des Tag des offenen Denkmals sein werde.

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