Stadt Werdohl steckt viel Geld in neue Heizungsanlagen

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Heizungsentlüftungen in der Realschule, ordentlich beschriftet.

Werdohl - Mit Beschlüssen noch aus dem Vorjahr hat die Stadt viel Geld in neue Heizungsanlagen für Werdohler Schulen gesteckt. Bauleiter Peter Grau stellte jetzt die Anlagen in der Grundschule Ütterlingsen und in der Realschule vor. In der Realschule wurde überdies der Dachboden gedämmt.

In Ütterlingsen arbeiteten noch zwei 30 Jahre alte atmosphärische Brenner im Keller. Beide Aggregate leisteten zusammen 336 Kilowatt, die faktisch nie gebraucht wurden. Einer der beiden alten Kessel lief andauernd auf Störung. Zudem ist die energetische Sanierung des Gebäudes sehr weit fortgeschritten, das spart viel Energie. Also wurden die neuen Brenner mit 40 Prozent weniger Leistung geordert, per Brennwerttechnologie leisten sie noch 200 Kilowatt. Gespart wird auch die Miete für eine altertümliche Gasuhr, dafür musste im Haus ein Stück Gasleitung neu verlegt werden. Die Arbeiten am Umbau der Heizungsanlage wurde bei laufendem Schulbetrieb schon vor Weihnachten begonnen. Vor kurzem wurde noch die Kaminplatte aufgesetzt, damit ist dieser Auftrag weitestgehend erledigt. Die Arbeiten führte Firma Hillbrecht aus, ausgeschrieben waren dafür 42 000 Euro. Weil die Abgastemperatur nicht über 42 Grad liegt, reicht als Kamin ein Plastikrohr – viel preiswerter als die früher notwendige Konstruktionen aus Edelstahl. Nur die elektrische Einzelraumsteuerung fehlt noch, sie wird bald eingerichtet.

Von der Politik mehrheitlich noch vergangenes Jahr beschlossen, hat der B-Trakt der Realschule eine ähnliche Brennwertgasheizung bekommen. Der B-Trakt wurde bislang von einem zentralen Heizungssystem versorgt, jetzt hat er für 48 000 Euro eine eigene Heizung bekommen. Begonnen wurde ebenfalls vor Weihnachten, ein Parallelbetrieb war also gar nicht nötig. Weitere 30 000 Euro fließen in die Dämmung des Daches.

Die Entscheidung für den neuen Brenner der Realschule zieht auch technisch zwingend den Austausch des 60 Jahre alten Verteiler- und Pumpensystems nach sich. Grau rechnet hierfür mit etwa 60 000 Euro. Von der Politik beschlossen ist dieser Auftrag aber noch nicht.

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