Unterhaltsamer Abend im Werdohler Museum

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In Werdohl aufgewachsen, trat die Sängerin Heike Reininghaus im Kleinen Kulturforum auf. In ihren Lieder geht es um das Leben, eigene Erlebnisse sind musikalisch verarbeitet. Begleitet wurde die Sängerin von ihrem Keyboarder und Ehemann Jürgen Kammer.

Werdohl - Einen abwechslungsreichen Abend erlebten Besucher am Freitag im Kleinen Kulturforum: Der Heimat- und Geschichtsvereins Werdohl hatte die Veranstaltung organisiert, und die Volksbank im Märkischen Kreis den Besuchern durch eine Spende freien Eintritt spendiert. Die Mischung aus Konzert und Lesung kam an: Der Paul-Seuthe-Saal, in dem derzeit Gemälde des Werdohler Malers ausgestellt sind, war gut gefüllt.

Sängerin Heike Reininghaus, ein Werdohler Gewächs aus dem Versetal, hatte jenen Musiker ihrer Band mitgebracht, mit dem sie derzeit in dritter Ehe verheiratet ist: Jürgen Kammer bediente das Keyboard, bekam nach einem Liebeslied „Made by Reininghaus“ einen ganz persönlichen Kuss und eine recht innige Umarmung, als das Duo schon den Schlussapplaus entgegennahm.

„Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht“, kündigte Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, die Sängerin an, die mittlerweile in Bad Nauheim wohnt. „Songs aus dem wirklichen Leben“ habe sie für ihr aktuelles Album „Lizenz zum Leben“ geschrieben, führte die Musikerin in ihre Kompositionen ein. Zu ihrer Band „Reininghaus“ gehören neben dem Keyboarder an ihrer Seite auch noch ein Gitarrist, ein Bassist und ein Schlagzeuger.

Bekenntnis zu Werdohl

In der Duo-Besetzung kam natürlich ihrer Stimme eine besondere Wirkung zu. „Hab’ schon so einiges erreicht, hab’ so viel gelernt, und jeder Fehler bringt mich weiter“, war eine dieser Botschaften aus dem Leben der Heike Reininghaus, die „viele Tiefs schon überlebt“ hat und selbstbewusst verkündete: „Was kann ich dafür, wer ich bin?“

Das Heimspiel in Werdohl war Anlass für ein Bekenntnis: „Werdohl gefällt mir übrigens auch, und deshalb habe ich auch über Werdohl ein Lied geschrieben.“ Der Text enthielt allerdings kaum etwas, was nicht auch jemand ganz anderes über eine ganz andere Stadt sagen könnte: „Hier ist mein Zuhause, hier ist meine Welt.“ Das Gastspiel in Werdohl gab allerdings Gelegenheit zu einem persönlichen Dank: „Mama hat mich die Liebe zur Musik gelehrt – dankeschön!“ Und Mama war natürlich da: „Bitteschön!“

Einen weiteren Dank erntete „mein sehr verehrter Realschullehrer, Herr Engelmann – Sie sind auch schuld daran, wie ich heute bin“. Und dann sang Heike Reininghaus neben ihren Eigenkompositionen Kostbarkeiten von Liza Minelli von „Cabaret“ bis „New York“, den Dinah-Washington-Klassiker „What a difference a day makes“ und Hildegard Knefs „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.

Beim Klassiker „Qué será, será“ sang das Publikum mit. Louis Armstrongs „What a wonderful World“ war schließlich Anlass für ein Ermahnung an alle: „Ich meine, wir sollten alle ein bisschen mehr das Schöne in der Welt sehen.“

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