Rudolf Völker gibt Führungspositionen ab

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Mit dem Verständnis und der Unterstützung seiner Frau Heidi konnte Rudolf Völker viele Jahre lang mehrere Leitungsämter übernehmen.

Werdohl - Im Alter von 75 Jahren gibt Rudolf Völker nach jahrelangem Engagement seinen Vorstandsposten beim TuS Jahn und beim Stadtsportverband ab. Der Sportler hat einiges erlebt, auf das er stolz zurückblicken kann.

Im Alter von fünf Jahren wird Rudolf Völker Mitglied in einem Sportverein. Von da an spielt Sport eine wichtige Rolle in seinem Leben. Völker ist nicht nur begeisterter Sportler, er übernimmt auch immer mehr leitende Ämter. Aber mit 75 Jahren gibt er seinen Vorstandsposten beim TuS Jahn und beim Stadtsportverband ab.

Nach seinem Studium für Maschinenbau bekommt Völker eine Arbeitsstelle bei Brüninghaus in Werdohl. 1964 zieht er deshalb mit seiner Frau von Plettenberg in die Nachbarstadt um. 1971 tritt Heidi Völker dem TuS Jahn bei. „Sie hat mich dann zu einer Weihnachtsfeier mitgenommen“, erinnert sich Völker. Kurz darauf sei er auch Mitglied im TuS geworden, zunächst beim Männerturnen.

Rudolf Völker wird Übungsleiter

1974 beginnt Völker, dem damaligen Übungsleiter des Kinderturnens zu helfen. Das macht ihm so viel Spaß, dass er ein Jahr später selbst den Übungsleiterschein macht – gemeinsam mit seiner Frau Heidi. Fortan ist Rudolf Völker Übungsleiter bei den Jungen des Kinderturnens während seine Ehefrau – die er 1959 beim Skifahren kennengelernt hat – die Mädchen trainiert. 1999 bereitet ein Unfall in der Sporthalle der Leiterzeit von Heidi Völker ein jähes Ende. Mann Rudolf trainiert die Jungen noch bis ins Jahr 2006.

Neben seiner Tätigkeit als Übungsleiter übernimmt Rudolf Völker 1974 Vorstandsarbeit im TuS Jahn, zunächst als stellvertretender Kassierer. 1975 wird er Kassenwart.

Zusätzlich übernimmt er den Posten des sportlichen Leiters der Turnabteilung des TuS. Von 1978 bis 1989 ist er Mitglied im Rechnungsausschuss. Dieser ist für die Auswertung der Turnfeste verantwortlich. Anschließend ist Völker 2. Vorsitzender des 3. Bezirks im Lenne-Volme-Turngau. Dieses Amt hat er bis 1996 inne.

Doch damit nicht genug. 1990 stellt er sich als Vorsitzender der Turnabteilung des TuS Jahn zur Verfügung. 1997 wird er Vorsitzender des TuS Jahn. Damit einher geht auch der Vorsitz des Stadtsportverbandes. „Seit der Stadtsportverband 1954 in Werdohl gegründet wurde, ist es Tradition, dass dieselbe Person beide Vorstandsposten inne hat“, erklärt Völker.

Ein erfolgreicher Prellball-Spieler

Als sportlicher Leiter organisiert Völker viele Sportfeste, Landesmeisterschaften und die deutsche Meisterschaft im Faustball. Zudem bereitet er fünf bis sechs Vorstandssitzungen im Jahr vor und nimmt daran teil, besucht Jahreshauptversammlungen und ist beratendes Mitglied im Sportausschuss.

Trotzdem nimmt sich Völker die Zeit für seine Lieblingssportart Prellball. Er nimmt außerdem an Deutschen Turnfesten und anderen Turnfesten aktiv teil: „Ich hab einige Medaillen gewonnen.“ Ehefrau Heidi steht ihrem Mann all die Jahre zur Seite, auch nach ihrem Unfall. Beide verbindet die Liebe zum Sport. Nur dadurch sei es möglich gewesen, so viele Ämter zu bekleiden, sagt Rudolf Völker.

Inzwischen ist Rudolf Völker 75 Jahre alt. Zeit, die Führungsämter an seinen Nachfolger Dr. Richard Müller-Schlotmann abzugeben: „Sport war mein Leben, es hat mir viel Spaß gemacht.“ Vorsitzender der Turnerabteilung bleibt er jedoch weiterhin, „noch mindestens für zwei Jahre“.

Seinem Nachfolger stehe er insbesondere in der Übergangsphase für Fragen zur Verfügung. Ansonsten genieße er jetzt seine freie Zeit. „Ich wollte endlich ohne Terminplaner mit meiner Frau in den Urlaub fahren“, gesteht Völker und lacht. Seit 30 Jahren verbringe das Paar seinen Urlaub an der Nordsee. Und: „Ich habe in drei Wochen vier Bücher gelesen.“ Mit den ganzen Ämtern habe er gar keine Zeit mehr zum Lesen gehabt, kein Buch angerührt.

Für die Zukunft wünsche sich Rudolf Völker, dass Jugendliche das, was sie vom Verein in ihrer Kindheit bekommen haben, später wieder zurückgeben, indem sie sich für den Verein engagieren. „Dann hätten wir viele Sorgen weniger“, ist sich Rudolf Völker sicher.

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