Rettungsdienstzentrum wird 1,2 Millionen Euro teurer

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Vorne der KTW, der von Rosmart aus den Südkreis bedient, hinten die „Reserve“: Kolja Hütte, Hans Peter König und Markus Große (v. l.) stellten den „Zentralen Standort für Krankentransportwagen“ auf Rosmart vor.

Werdohl - Voll im Zeitplan ist der Märkische Kreis mit den Planungen zum Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum in Rosmart.

Im Bauausschuss im Lüdenscheider Kreishaus stellte Nico Wagner vom beauftragten Planungsbüro Kplan in Siegen den Vorentwurf vor. Die schlechten Nachrichten: Das Gebäudeensemble wird voraussichtlich etwa 1,2 Millionen Euro teurer als vom Gutachter veranschlagt und wohl auch erst Dezember 2018 fertig.

Das Gutachten enthielt allerdings einige Unwägbarkeiten zu den Kosten für Herrichten, Erdarbeiten, Gründung und Erschließung, da es zu diesem Zeitpunkt noch keinen gewählten Standort gab. Das Gelände an der Rosmarter Allee stellt besondere Anforde-rungen an genau diese Leistungen. Um eine ausreichende Strom- und Wasserversorgung für die Brandschutzübungen zu gewährleisten, musste zusätzlich ein eigenes Trafogebäude und eine Regenrückhaltungsanlage geplant werden.

Der Entwurf sieht insgesamt drei getrennte, funktionale Baukörper vor. Über die zentrale Zufahrt ist die vorgelagerte Fahrzeughalle für die Krankentransportwagen direkt anfahrbar. In dem schlicht gehaltenen Gebäude sind über die Galerie das Lager und die Sozialräume der Wache des Rettungsdienstes zu erreichen. Das Seminargebäude der Feuerwehr beinhaltet neben Schulungsräumen, die durch mobile Trennwände flexibel nutzbar sind, auch einen Aufenthaltsraum mit Essensausgabe, eine Atemschutzübungsstrecke, einen Erste-Hilfe-Raum und einen Konditionsraum. Durch eine Brandschutzwand vom Schulungsgebäude getrennt liegt die Übungshalle plus Übungsturm. Für ausreichend Parkraum ist gesorgt.

Auf die Fertigstellung des neuen Rettungsdienstzentrums konnte der Kreis aber nicht mehr warten. Seit Anfang des Jahres wird im Gewerbegebiet Rosmart der „Zentralen Standorts für Krankentransportwagen“ betrieben. „Der Standort hier ist einfach ideal“, freute sich Hans Peter König bei der Vorstellung der Einrichtung.

Der Standort Rosmart ist eine Art Filiale der Rettungswache in Werdohl. Deren Leiter Markus Große hat dafür zu sorgen, dass an jedem Werktag tagsüber zwei Rettungsassistenten von Rosmart aus mit dem KTW ausrücken können, um Krankentransporte vorwiegend im Südkreis abzuwickeln. Krankentransport heißt: Ein Patient muss mit sachkundiger Begleitung und möglichst schonend ins Krankenhaus gebracht werden. Nichts also für Menschen, die in Lebensgefahr schweben – die sind ein Fall für den Rettungswagen.

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