Reiner Hänsch sorgt für Lachtränen

+
Das Publikum amüsierte sich bestens.

Werdohl - Begeisterte Zuschauer erlebten am Freitag einen äußerst amüsanten Abend in der Werdohler Stadtbücherei. So mancher Gast krümmte sich vor Lachen, einige mussten sich gar die Tränen aus dem Gesicht wischen. Grund war der Auftritt des Autors und Musikers Reiner Hänsch.

Dieser war nach Werdohl gekommen, um sein neues Buch „100.000 Tacken“ zu präsentieren, außerdem gab der Gründer und Sänger der Band „Zoff“ Comedy und Musik zum Besten. „Natürlich ist auch viel Quatsch dabei“, warnte Hänsch seine Gäste.

Das Publikum indes hatte sich wohl im Vorfeld auf einen vergnüglichen Abend eingestellt, und es wurde sicherlich nicht enttäuscht. „Ihr müsst da nur sitzen und auch mal lachen“, hatte Hänsch vorab erklärt. Denn sein neues Buch hielt so mache lustige Stelle parat.

 In besagtem Roman geht es um die Familie Knippschild, bestehend aus Vater Alex, seiner Frau Steffi und Sohn Max. Sie haben reich geerbt und wollen nun ein Mietshaus kaufen, um das Geld anzulegen. Dieses Unternehmen gestaltet sich, auf Grund der maroden Ausstattung sowie der multikulturellen und allzu verschiedenen Mieterschaft als abenteuerliches Unterfangen.

Dass der Künstler sich jedoch nicht nur auf seine Lesung versteifte, sondern immer wieder auch Lieder und komödiantische Elemente einbrachte, sorgte für eine angenehme Auflockerung der Veranstaltung. So schüttelten sich die Besucher vor Lachen, als Hänsch etwa über das Älterwerden sinnierte.

 Da gebe es dieses Tesafilm-Lifting, damit würde die ganze schlappe Gesichtshaut nach hinten gezogen. Mit einem Abnäher gehe das auch, allerdings könne man das hinterher nicht mehr ändern. „So wie bei Wolfgang Joop, dem haben sie die Backen so nach hinten gezogen, der kann gar nicht mehr richtig reden“, erklärte Hänsch, während er den Modemacher mimte.

 Oftmals war es gar mehr die Art und die Lockerheit der Präsentation, die die Lachmuskeln des Publikums trainierten. So hauchte der Schriftsteller den Protagonisten seines Buches Leben ein, indem er Dialoge durch Verwendung von Dialekt und Intonierung aufwertete. Außerdem übertrug sich die sichtlich gute Laune vom Publikum auf die Bühne – da musste Hänsch manchmal gar selber mitschmunzeln.

Ein Song durfte an diesem Abend natürlich nicht fehlen, das legendäre Sauerland-Lied von Zoff. Und so endete der Abend mit dem Refrain „Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland“.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare