Barrierefrei bis in die dritte Etage

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Die Stadt möchte die drei Büroetagen des Rathaus-Altbaus durch einen außen angebauten Aufzug auch für Rollstuhlfahrer erschließen.

Werdohl - Die Stadt Werdohl verfolgt nach wie vor das Ziel, das Rathaus barrierefrei zu machen. Bereits im November 2014 hatte der Rat dieses Vorhaben befürwortet und einem Förderantrag zugestimmt, jetzt liegt die Förderzusage vor. Allerdings gilt es noch andere Hindernisse zu überwinden.

„Ziel ist es, die drei Büroetagen im Altbau barrierefrei erreichbar zu machen“, erläuterte Fachbereichsleiter Michael Grabs gestern auf Anfrage. Damit könnten dann auch von Besuchern stark frequentierte Bereiche wie das Einwohnerbüro oder das Jugendamt barrierefrei zugänglich gemacht werden.

Um das zu erreichen, sei geplant, einen Aufzug anzubauen. Ob dieser tatsächlich, wie zunächst geplant, an der Rückseite des Altbaus oder an anderer Stelle installiert werde, sei derzeit noch offen. Da habe auch das Westfälische Amt für Denkmalpflege ein Wörtchen mitzureden. Weil der Anfang des 20. Jahrunderts als Ledigenheim zur Unterbringung unverheirateter Arbeiter errichtete Rathaus-Altbau unter Denkmalschutz steht, sind solche baulichen Veränderungen mit Münster abzustimmen. Ob alle Bedenken des Denkmalamtes restlos ausgeräumt werden konnten, ist offen, denn eine abschließend Stellungnahme auf den Werdohler Antrag steht noch aus.

Der Förderantrag, den die Stadt Werdohl bei der Bezirksregierung eingereicht, beläuft sich auf eine förderfähige Summe in Höhe von 485 000 Euro. Dieser Betrag beinhaltet den Bau des Aufzuges, aber auch alle notwendigen Anpassungsarbeiten im Verwaltungsgebäude. Der maximale Eigenanteil der Stadt für alle Maßnahmen im Rathaus beträgt bei einer 80-prozentigen Förderung 236 000 Euro.

Das Vorhaben und insbesondere seine Umsetzung aus denkmalpflegerischer Sicht wird am Montag, 11. April, noch einmal Thema in der Sitzung des Kulturausschusses sein, der ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt. Die Sitzung ist öffentlich. Vor und nach den Beratungen der Ausschussmitglieder haben Einwohner die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

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