Tierschutzverein: Auffangstation erstmals leer

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Katzenkind „Pina“ wurde am 8. Dezember als letztes Tier aus der Auffangstation an der Gildestraße vermittelt – zum ersten Mal seit sechs Jahren nach dem Bau der Station war die Einrichtung für ein paar Tage komplett leer.

Werdohl - Die Tierauffangstation des Tierschschutzvereins Werdohl/Neuenrade an der Gildestraße erlebte Anfang dieses Monats eine Premiere: Die Station war erstmals seit ihrem Bestehen drei Tage lang komplett leer.

Am 8. Dezember meldete der Tierschutzverein die überraschende Nachricht: „Heute Nachmittag wird Pina vermittelt – sie hat tatsächlich am vergangenen offenen Sonntag ihre Familie gefunden... juhuu! Und damit ist unsere Station zum ersten Mal seit sechs Jahren leer. So und jetzt wollen wir die Station mal für die nächsten vierbeinigen Gäste herrichten. Sie werden nicht lange auf sich warten lassen.“

Genauso kam es auch, berichtete jetzt Marlies Ruth vom Tierschutzverein. Drei Tage später, am 11. Dezember, wurde ein Fundkater aus Neuenrade in der Station untergebracht. In den vier privaten Pflegestellen des Vereins seien noch insgesamt sieben Katzen und mehrere Zwergkaninchen untergebracht. Marlies Ruth: „Uns gehen die Katzen jedenfalls nicht aus.“ 

Dennoch sei es ein absolut seltener Glücksfall gewesen, dass die Station drei Tage lang leer war. Das beste sei aber, dass der Verein immer wieder liebe Menschen finde, die bereit seien, ein Tier vom Verein aufzunehmen. Und an die Freunde des Vereins gerichtet: „Danke euch allen dafür, dass ihr von uns erzählt, Werbung macht, eure Bekannten zu uns mitbringt. Danke für euer Vertrauen und eure Treue, denn nur so ist es uns möglich für all die vielen Schützlinge, die Jahr für Jahr zu uns kommen, ein Zuhause zu finden.“

Die Auffangstation an der Gildestraße hat vier Räume, in denen nur Katzen gemeinsam untergebracht werden können, die sich miteinander vertragen. Die maximale Belegung der Station sei mit etwa 15 Tieren registriert worden, das waren aber Katzenmütter mit ihren Welpen. Vor kurzem hatte der Verein eine trächtige Fundkatze bekommen, die in der Station acht Junge zur Welt brachte. „Die Kätzchen waren so süß, die haben wir alle vermitteln können, auch die Mutter hat ein neues Zuhause gefunden“, erinnert sich Marlies Ruth mit Freude.

Es kommt auch vor, dass draußen lebende Katzen und Kater gefangen, kastriert und wieder ausgesetzt werden. Ruth: „Solche fast wild lebenden Tiere können nicht in einer Pflegestelle leben oder vermittelt werden.“ Mit der Kastration verhindere der Verein allerdings die unkontrollierte Vermehrung der Tiere.

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