Werdohl weist positiven Wanderungssaldo auf

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Zum zweiten Mal, nach 2014, ist der Wanderungssaldo in Werdohl positiv.

Werdohl - Die Einwohnerzahl von Werdohl ist im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Eine Ursache dafür ist ein so genannter Wanderungsgewinn, unter anderem durch die Zuweisung von Flüchtlingen.

Der Landesbetrieb IT.NRW als Statistisches Landesamt hat in dieser Woche einen Blick auf die Bevölkerungsentwicklung der 396 Städte und Gemeinden im Land geworfen. Demnach ist die Einwohnerzahl des bevölkerungsreichsten Bundeslandes im ersten Halbjahr 2015 um 0,3 Prozent auf rund 17,68 Millionen Menschen gestiegen.

Von diesem Trend konnte Werdohl zunächst nicht profitieren, hier sank die Einwohnerzahl um 108 Personen (0,6 Prozent) auf 17 868 Personen. Im Laufe des zweiten Halbjahres legte Werdohl offenbar aber kräftig zu: 18 723 Menschen sollen laut Stadtverwaltung am Jahresende an Lenne und Verse gelebt haben.

Gewisse Differenzen zur Erhebung des Statistischen Landesamts dürfte es geben, denn bereits für den 31. Dezember 2014 gehen die Angaben auseinander: 17 976 meldet der Landesbetrieb, 18 678 die Stadt. Die Tendenz ist jedoch ein Bevölkerungswachstum, nicht zuletzt ausgelöst durch den Zustrom von Flüchtlingen. 220 Schutzsuchende hat Werdohl im vergangenen Jahr aufgenommen. Der Wanderungssaldo für Werdohl ist damit zum zweiten Mal nach 2014 wieder positiv.

Vorher hatte Werdohl seit 1993 nur drei Mal keinen negativen Wanderungssaldo verzeichnet. Gleichzeitig hatte die Stadt im Jahr 2015 einen Sterbeüberschuss zu beklagen: Den 162 Neugeborenen standen in dem Jahr 234 Todesfälle gegenüber.

Die vom Statistischen Landesamt erwartete Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2040 lässt für Werdohl übrigens nichts Gutes erwarten. In vier Jahren sollen demnach in Werdohl noch 17 470 Menschen leben, im Jahr 2030 noch 16 443 und 2040 sogar nur noch 15 384. Am stärksten soll der Rückgang mit 24,1 Prozent in der Altersgruppe der 19- bis 65-Jährigen ausfallen, während die Zahl der Werdohler, die 65 Jahre und älter sind, bis zum Jahr 2040 um 19,5 Prozent steigen soll.

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