Polizei muss beim Blitzmarathon nur wenige Fahrzeuge stoppen

Werdohler Autofahrer verhalten sich vorbildlich

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In Neuenrade und Werdohl kontrollierte Polizeihauptkommissar Andreas Laubrock die Geschwindigkeit vieler Fahrzeug – anhalten musste er nur wenige.

Werdohl - Einsatzort Goethestraße: Das Lasermessgerät ist fest auf einem Dreibeinstativ befestigt, an einem Stativbein hängt die rot-weiße Anhaltekelle, daneben liegt in einer Tasche verpackt das EC-Kartenlesegerät, mit dem potentielle Temposünder zur Kasse gebeten werden: Doch das geschah am Donnerstag, beim bundesweiten Blitzmarathon, nur in Ausnahmefällen.

„Und das ist sehr erfreulich“, sagte Polizeihauptkommissar Andreas Laubrock. Gemeinsam mit seiner Kollegin, Polizeikommissarin Nina Braszus, baute er im Laufe des Donnerstag-Vormittags Geschwindigkeitsmessstellen in Werdohl und Neuenrade auf.

An drei von vier Stellen, an denen Laubrock und Braszus kontrollierten, stoppten sie jeweils einen Autofahrer, der zu schnell unterwegs war. An der Goethestraße musste die Anhaltekelle kein einziges Mal in die Höhe gestreckt werden. Ein Fahrzeugführer, dessen Kfz ein auswärtiges Kennzeichen trug, hatte Glück. Bei seiner Messung zeigte das Gerät 40 Stundenkilometer an: „Ab einer Überschreitung von elf km/h halten wir die Fahrer an“, erklärte Laubrock.

Eine Faustregel sei das jedoch nicht: „Es gibt auch Kollegen, die bereits bei fünf bis sechs Stundenkilometern das Anhaltesignal geben.“

Obwohl, oder gerade weil die Autofahrer am Donnerstag besonders auf ihr Tempo geachtet haben und die Werdohler Polizei daher nur wenige Verwarngelder aussprechen musste, hält Laubrock den Blitzmarathon für sinnvoll: „Den Fahrern wird deutlich, dass es unterm Strich keinen Sinn macht, sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. An der nächsten Ampel trifft man sowieso diejenigen wieder, die man kurz vorher überholt hat.“

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