Plettenberger Projekt Stadtschatten entsteht in Eveking

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Patrick Tussnat, Matthias Bähr und Bernard Reynaud bilden den kreativen Kopf des Projekts Stadtschatten. Mit Feuereifer sind sie bei der Sache. Ihr Traum ist es, das Publikum mit einer einzigartigen Mischung aus Film, Theater und Musical zu begeistern.

Werdohl - Es riecht nach Kleister und Papier. Es ist kühl. In der Ecke der großen Fabrikhalle steht eine kleine Couch, auf der einige Flaschen und Kekspackungen stehen. Sägespäne liegen auf dem Boden und in jeder Ecke wird gearbeitet. Versteckt im Gewerbepark Eveking liegt völlig unscheinbar das Herz der Aktion Stadtschatten – ein Kulturprojekt der besonderen Art.

Glamour, Regisseure und Schauspieler mit Starallüren oder hektisches Drehtagtreiben sucht man im Gewerbepark vergebens und dennoch entsteht dort etwas Großes, ja gar etwas Einmaliges. Drei Elemente werden zu einer Show vereint.

Das Projekt Stadtschatten wird eine Mischung aus Theater, Film und Musical. Dafür arbeiten mehr als 20 Crewmitglieder täglich mehrere Stunden. Mit jeder Menge Herzblut sind sie bei der Sache, Nachtschichten sind selbstverständlich. Matthias Bähr (Regisseur), Patrick Tussnat (Produzent und Creative Director) und Bernard Reynaud (Produzent und Beraten) bilden den Kopf des Teams. Die Plettenberger hatten einst die Idee. 

„Stadtschatten ist aus einer Benefizveranstaltung entstanden, die wir in Plettenberg durchgeführt haben. Das kam so gut an, dass wir das Projekt ausbauen wollten“, erklärt Tussnat. Damals gab es schon Bilder, ein wenig Gesang und auch eine Geschichte. Doch nun ist etwas viel Größeres geplant. Und dafür haben sich Tussnat und Bähr Hilfe geholt. Zunächst präsentierten sie Reynaud ihre Pläne. Der war sofort begeistert und half bei der Finanzierung. 

Nun musste erst einmal eine Autorin gefunden werden, die genau das umsetzen konnte, was sich die beiden Plettenberger vorstellen. Über Facebook schrieben sie den Job aus und konnten aus einer ganzen Reihe von Bewerbern wählen. „Wir wollen, dass die Geschichte über Jule das Herz berührt. Eine Familiengeschichte, die Kinder verstehen, die aber ungewohnten Tiefgang für die Erwachsenen hat“, erklärt Bähr. Umgesetzt wurde das von Sabine Kohlert aus Erlangen. „Wir haben nun eine runde Geschichte, in der es darum geht, dass da, wo in unserem Leben Licht ist, auch immer Schatten ist und umgekehrt. Es geht nicht um das klassische Gut und Böse“, erklärt Bähr.

Tag und Nacht wird nun im Gewerbepark gearbeitet, um die Geschichte auf die Bühne zu bringen. So fand zwischen Kulissenbau und ersten Aufnahmen unter anderem auch ein Casting für die Hauptrolle statt. Mehr als ein Dutzend Mädchen hatte sich beworben. „Uns war es wichtig, jemanden zu finden, der perfekt in die Rolle passt und auch mit seinem Herzen dabei ist. Emotionen und Leidenschaft zeichen schließlich dieses Projekt aus“, erklärte Bähr. 

Premiere feiert das Stück Ende Dezember in Plettenberg. Danach soll das Stück aber auch in weiteren Städten auf die Bühne gebracht werden. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. „Wir hoffen einfach, dass es uns gelingt, die Menschen mit diesem Projekt zu berühren und zu begeistern“, sagt Tussnat.

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