Erdgas geht im Lennetal bald durch neue Rohre

Am Stortel, kurz vor Altena, beginnt Open Grid Europe demnächst mit der Verlegung einer neuen Gasleitung, die am Kraftwerk Elverlingsen vorbei und bis Dresel führen soll. Foto: Griese

Werdohl - Im Lennetal zwischen Werdohl und Altena wird im April und Mai eine wichtige Gasversorgungsleitung auf einer Länge von 2,2 Kilometern umgelegt.

Die Erdgasleitung solle zwischen dem Stortel und Dresel in eine neue Trasse gelegt werden, um dauerhaft die Leitungs- und Transportsicherheit zu gewährleisten, teilte die Bezirksregierung Arnsberg mit. Notwendig werde das aufgrund einer Zustandsbewertung der Gasleitung in Verbindung mit einer Standsicherheitsprüfung des Lennehangs.

Die Umlegungsmaßnahme soll nach Darstellung der Bezirksregierung südwestlich des Kraftwerks Elverlingsen beginnen. Die neue Leitung werde die Lenne kreuzen und dann östlich am Kraftwerk vorbeigeführt. Nördlich von Dresel soll erneut die Lenne gekreuzt werden, um die Anbindung an die dort vorhandene Leitung herzustellen. Vorgesehen ist, dass die Verlegung der Leitung grundsätzlich in offener Bauweise erfolgt.

Die Lenne-Querung bei Dresel soll dagegen grabenlos durch einen Tunnel erfolgen. In Auftrag gegeben wird die Baumaßnahme von Open Grid Europe, einem in Essen ansässigen Fernleitungsnetzbetreiber für Erdgas.

Die frühere Ruhrgas AG hatte die durch das Lennetal verlaufende Erdgasleitung 1929 von Dortmund nach Wissen (Rheinland-Pfalz) gebaut und in Betrieb genommen. Diese so genannte Südwestfalenleitung transportiert deutsches und holländisches Erdgas aus dem Ruhrgebiet Richtung Süden. Sie dient unter anderem der Versorgung regionaler Abnehmer wie Stadtwerken und Industriebetrieben im Sauerland.

Die Erdgasleitung von Dortmund nach Wissen wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Die Inspektion oder auch Streckenkontrolle erfolgt durch Begehen, Befahren oder Überfliegen. Dabei werden auch alle Baumaßnahmen sowie sonstige besondere Vorkommnisse im Trassenbereich der Gasleitung beachtet und gemeldet.

Der Plan für die Baumaßnahme im Lennetal liegt in der Zeit vom 12. April bis 11. Mai im Werdohler Rathaus (Raum 251) aus und kann von jedermann eingesehen werden. Bis zum 24. Mai kann dann bei der Stadt Werdohl und bei der Bezirksregierung jeder Einwendungen gegen das Vorhaben vorbringen.

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