„On-top-Leistungen“ für alle Kommunen buchbar

Was künftig zum Basis-Angebot der Musikschule Lennetal gehören könnte, soll jetzt durch Fachleute ermittelt werden. Mitte des kommenden Jahres rechnet die Verwaltung mit dem Ergebnis.

Werdohl - Die möglichen Veränderungen im Angebot der Musikschule Lennetal beschäftigten am Dienstag die Mitglieder des Kulturausschusses. Nadine Kuschmiersz (SPD) wollte wissen, welche Leistungen das im Gespräch befindliche Basis-Paket beihalten würde, und was den so genannten „On-top-Leistungen“ zuzuordnen sei. Genau das solle die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) in Zusammenarbeit mit einem Fachberater ermitteln, erklärte Verwaltungsmitarbeiterin Regina Wildenburg.

Die GPA werde diese Beratung als Dienstleistung ausschreiben. Das werde in der kommenden Woche geschehen, kündigte Wildenburg an. Mit der Auftragsvergabe könne dann zum Jahreswechsel gerechnet werden, Mitte Februar würden die Fachleute voraussichtlich mit der Arbeit beginnen. Fünf bis sechs Monate müssten für die Prüfung einkalkuliert werden. Mit dem Ergebnis sei also Ende Juni oder Anfang Juli 2016 zu rechnen.

Dass die „On-top-Leistungen“ – entgegen der Berichterstattung in dieser Zeitung – nicht nur von den wohlhabenderen Kommunen Plettenberg und Neuenrade, sondern auch von Werdohl und Altena gebucht werden könnten, betonte Dr. Annegret Hermes (FDP): „Es liegt mir sehr viel daran, dieses Missverständnis auszuräumen.“ Keinesfalls solle künftig eine Ungleichheit zwischen den vier Trägerkommunen entstehen. Auch der Ausschussvorsitzende Dirk Middendorf (CDU) bekräftigte das: „,On-top-Leistungen’ sollen grundsätzlich jedem offen stehen.“

Dr. Hermes rief den Kommunalpolitikern die Kosteneinsparung durch die Ausgliederung des Projektes Singende Grundschule Werdohl aus dem Leistungskatalog der Musikschule ins Gedächtnis. Das Projekt werde nun ausschließlich durch Spenden finanziert. „Der Förderverein der Musikschule kann das nicht alleine stemmen“, erklärte sie. In diesem Jahr sei die Finanzierung durch Spenden gesichert, 2016/2017 werde es „schon ein bisschen knapp“. Dr. Hermes rief die Anwesenden dazu auf, sich an der Spenden-Aquise zu beteiligen.

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