Nicht alle U3-Plätze sind schon belegt

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Für jedes vierte Kind unter drei Jahren steht in Werdohl ein Betreuungsplatz zur Verfügung.

Werdohl - Immer mehr Alleinerziehende, immer mehr Familien, denen ein Einkommen nicht ausreicht: Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen nimmt zu – auch an solchen für Kinder unter drei Jahren. Die Stadt steht in der Pflicht, entsprechende Wünsche der Eltern zu erfüllen.

Sie tut das, indem sie in den örtlichen Kindertageseinrichtungen exakt 102 U3-Plätze zur Verfügung stellt. Hinzu kommen fünf Tagespflegeplätze, die über das Awo-Tagespflegebüro organisiert werden sollen. Angepeilt sind dort 20 Plätze. Nicht alle U3-Plätze sind schon belegt.

107 Plätze also – auf der anderen Seite leben in Werdohl mehr als 400 Kinder unter drei Jahren – ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt damit deutlich über dem Durchschnitt. Rein rechnerisch stehen also für rund 25 Prozent der Kinder Betreuungsplätze zur Verfügung.

Das ist solider Durchschnitt: Im Landesschnitt stehen für 25,8 Prozent der Kinder Betreuungsplätze zur Verfügung. Im Märkischen Kreis ist die Situation sehr unterschiedlich: Plettenberg hat eine Quote von beinahe 28 Prozent, in anderen Kommunen liegt sie deutlich niedriger als in Werdohl.

Wo die Reise hingehen soll, hat das Land übrigens vor einige Jahren schon mitgeteilt: Die Städte und Gemeinden sollen dafür sorgen, dass die Bedarfsabdeckung auf 32 Prozent angehoben wird.

Um diesem Ziel näher zu kommen, ging die Stadt die Kooperation mit der Awo ein. Sie richtete in der Kita Gernegroß ein Tagespflegebüro ein, in dem Daniela Wall jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr zu diesem Thema informiert.

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