Neuner-Schüler der AEG in 100 Betrieben im zweiwöchigen Betriebspraktikum

Jean-Luca Kroner absolvierte sein Praktikum bei Brinkmann Pumpen. Seine Ausbilder Uwe Kohl (l.) und Sascha Kroner waren zufrieden mit ihm und hatten – wie das Bild zeigt – viel Freude miteinander.

Werdohl - Der Übergang von der Schule in den Beruf birgt nicht selten Ungewissheit und viele Fragen für die Schulabgänger. Deshalb nahmen 120 Schülerinnen und Schüler der AEG an verschiedenen Betriebs-Praktika teil.

Von der Rechtsanwaltspraxis über die Kindertagesstätte und das Fitness-Studio bis zur Möbeltischlerei und die Werkbank – um einen Einblick in die Berufswelt zu bekommen, waren jetzt zwei Wochen lang 120 Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) bei etwa 100 Betrieben in Praktika unterwegs. Ein Großteil der Schüler hatte sich den Praktikumsplatz passend zum angestrebten Schulabschluss, zur eigenen Neigung und zum Berufswunsch selbst ausgesucht.

Brigit Schmidt, Studien- und Berufsorientierungs-Lehrerin (Stubo) für die Sekundarstufe eins an der AEG, ist vom Nutzen dieser Praktika schon bei den Neunern überzeugt. Vor den Herbstferien werden in jedem Jahr die Betriebe angeschrieben, die schon seit langem mit der AEG zusammenarbeiten. Die Betriebe melden ihre Praktikumsplätze an die Schule, die Schüler können sich aus diesen Listen einen Praktikumsplatz aussuchen und sich selbst darum bewerben. „Stubo“ Schmidt: „Das sind die meisten, es gibt aber auch welche, die so gar keine Idee haben, was sie wollen.“

Diese Schüler schrieben eine Kurzbewerbung mit Lebenslauf an ein Unternehmen, das von der Schule ausgesucht wurde. Die Kinder werden schon in der achten Klasse mit einer so genannten Potenzialanalyse und einem Kompetenzcheck auf die Berufswahl vorbereitet. Daran anknüpfend lernen die Jungen und Mädchen berufliche Tätigkeiten in mindestens drei Berufsfeldern praxisnah kennen. Auch im Wirtschaftsunterricht bekommen die Kinder einen Überblick über ein breites Feld von Berufen. Seit Sommer 2015 nimmt die AEG auch offiziell an dem Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ teil, um den Schülern den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Viele Bausteine dieses Programms setze die AEG schon seit Jahren um, so Schmidt, von daher sei das Landesprogramm kein Neuland.

So ist die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur lange ein Standard bei der AEG, Berufsberaterin Kersten Alameddine ist häufig zu Gast am Riesei. Neu ist ein festgeschriebener Elternsprechtag für die Neuner-Klassen. Ab dem kommenden Schuljahr ist die Teilnahme an „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für alle weiterführenden Schulen Pflicht.

Der 15-jährige Jean-Luca Kroner beispielsweise hatte sich für einen Praktikumsplatz als Fachkraft für Metalltechnik in den Bereichen Zerspanungs- und Montagetechnik bei Brinkmann Pumpen entschieden. Die Erfahrung zeige, so Schmidt, dass sich durch die intensive Vorbereitung und das Praktikum gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz ergäben.

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