Jugendfeuerwehr steht vor einem Umbruch

Auf den Feuerwehr-Nachwuchs in Werdohl kommen in diesem Jahr Veränderungen zu, die im Zusammenhang mit einer Feuerwehr-Neuordnung in NRW stehen. Foto: Kanbach

Werdohl - Nachdem die Werdohler Jugendfeuerwehr am Freitag besonderes Lob und die damit verbundene Anerkennung von allen offiziellen Seiten erhalten hat, gilt es nunmehr, sich auf das Jahr 2016 einzustellen – und das in einer Zeit, in der sich die Feuerwehren in NRW gerade in einer Phase der Neuordnung befinden.

Das gesamte System, so Lars Dittmann, der Leiter der Jugendfeuerwehr, stehe auf dem Prüfstand. Das gelte für Technik, Taktik, Ehrenamt, Nachwuchs und Ausbildung gleichermaßen. Ziel sei es, das Ehrenamt zu stärken und die Feuerwehr attraktiver zu machen.

Anders ausgedrückt: Es werden in diesem Jahr neue Ausbildungsstufen eingeführt, die bei den Jugendfeuerwehren umgesetzt werden sollen. In Werdohl, so Lars Dittmann, werde das sehr kurzfristig umgesetzt – als erste Nachwuchsgruppe überhaupt. Die Ausbildung zum Feuerwehrhelfer sieht die altbekannten Aufgaben vor. Das allerdings wird jetzt auch Schritt für Schritt dokumentiert.

Um eine in Werdohl einheitliche Ausbildung zu erreichen, werde man erstmals in der Geschichte des heimischen Feuerwehr-Nachwuchses auch sogenannte Seiteneinsteiger über 18 Jahre mit ausbilden. Dies sei laut Dittmann einzigartig im Kreis. „Wir werden die 17-jährigen Mitglieder zum Feuerwehrhelfer und anschließend zur Einsatzkraft beziehungsweise zum Truppmitglied ausbilden“, hieß es.

Mit der weiteren Mannschaft wird in der Gruppe der Lösch- und Hilfeleistungseinsatz geübt. Die „mittlere Generation“ befasse sich intensiv mit der Brandbekämpfung, die Jüngsten lernen das „kleine Einmaleins der Feuerwehr“ kennen. In den Osterferien werde in den theoretischen Diensten der Grundstein für die praktische Ausbildung im Sommer gelegt. Die Grundlagen der Dienstvorschrift „Einheiten im Löscheinsatz“ werden vertieft. Der Leistungsstand des Feuerwehrnachwuchses wird dann – wie gewohnt – im Rahmen einer Jahresabschlussübung überprüft.

Abgesehen vom Übungsalltag sollen die Klärwerke des Ruhrverbandes in Plettenberg besichtigt werden, um einen Einblick zu bekommen, wie das ökologische System funktioniert.

Ein Zeltlager auf dem Hof Biggen ist im Mai geplant, im Juli geht’s zum Schiffshebewerk nach Henrichenburg mit eingebundener Fahrradtour, die bis Emden führt. Die Beteiligung an verschiedenen Werdohler Großveranstaltungen wird selbstverständlich fortgesetzt.

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