Neuerungen fürs nächste Werdohler Schützenfest

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Andreas Schreiber, 1. Vorsitzender (rechts) und Thomas Reiche, 1. Geschäftsführer, ehrten unter anderem Cornelius Böttcher, Henning Meyer und Rudolf Völker.

Werdohl - Die Konsequenzen der Fußball-Europameisterschaft für Umsatz und Besucherzahlen, kritische Stimmen und geplante Neuerungen für das nächste Schützenfest waren die bestimmenden Themen bei der Herstversammlung des Werdohler Schützenvereins.

Andreas Schreiber, 1. Vorsitzender des Vereins, dankte zunächst den aktiven Schützen für die gute Beteiligung an allen Veranstaltungen („Macht weiter so!“). Im großen Ganzen sei das vergangene Schützenfest auch in diesem Jahr wieder sehr schön gewesen, zog Schreiber sein Fazit. 

Aber leider lag die Fußballeuropameisterschaft für die Schützen ungünstig, was sich in den Besucherzahlen und somit auch im Umsatz deutlich bemerkbar machte. 2017 solle es dann wieder besser laufen. Danach richtete Schreiber seinen Blick auf jeden Schützenfesttag. 

Missverständnis wegen Auftritts

Zum Seniorennachmittag am Freitag kamen zwar mehr Besucher als im Jahr zuvor, jedoch sei der Zulauf deutlich geringer als früher. Am Abend stellte sich heraus, dass es bei der Bevölkerung und auch bei den Mitgliedern zu einem Missverständnis gekommen war. Viele hatten fälschlicherweise angenommen, dass es sich bei dem Auftritt der Grumis um einen gemütlichen bayrischen Abend handele und nicht um eine Party. 

Am Samstag beim Zapfenstreich sei vor allem die große Ruhe im Zelt bemerkenswert gewesen. „Es hat eben auch Vorteile, wenn auf Grund des Fußballspiels nur Schützen im Zelt sind“, sagte der Vorsitzende. Und nach dem Spiel kamen auch noch einige Leute zum Zelt. 

Christian Reinholz, Kompanieführer der dritten Kompanie, bedauerte an dieser Stelle, dass das Fußballspiel nicht mittels eines Beamers ohne Ton im Festzelt übertragen wurde. Das hätte weniger gekostet, als das Spiel gar nicht zu zeigen. 

Sonntagsumzug läuft nach Plan

Beim Sonntagsumzug sei trotz neuer Wegstrecke alles nach Plan gelaufen. Jedoch bemängelten einige Besucher, dass einige junge Schützen während des Umzugs Alkohol getrunken und geraucht hätten. Das Vogelschießen sei auch in diesem Jahr wieder sehr spannend gewesen. „Das kommt nicht nur beim Publikum gut an“, sagte Schreiber. 

Leider mussten die Schützenbrüder ihre Majestäten ohne musikalische Begleitung vom Rathaus abholen. Dafür sei die Musik beim Frühschoppen viel zu laut gewesen: „Die Leute wollen sich unterhalten und nicht anschreien.“ Die Kirmes bleibt auch weiterhin eine Baustelle des Vereins.

Nach diesem Rückblick auf das vergangene Schützenfest stellte der Vorstand erstmals einen Finanzplan für zwei Jahre vor, statt wie bisher einen für fünf Jahre. Dieser sorgte für eine Diskussion, da viele der Anwesenden den Plan für zu umfangreich und kompliziert hielten. Für ihre langjährige Mitgliedschaft ehrte der Verein Henning Meyer, Cornelius Böttcher (25 Jahre) und Rudolf Völker (50 Jahre). Und auch die vielen Vereinsmeister wurden geehrt. 

Regimentsfahne muss ausgebessert werden

Danach trat Schreiber mit einem eigenen Projekt an die Anwesenden heran: Der Schützenverein müsse dringend die Regimentsfahne ausbessern, da sie einige Mängel aufweise. „Jeder Euro zählt“, bat er die Anwesenden um eine Spende und ließ seinen Hut rumgehen. Am Ende landeten 409,45 Euro darin. Auch auf die Homepage des Vereins kam er zu sprechen: „Es hat sich einiges getan.“

Nach seinem vorherigen Resümee richtete Schreiber noch den Blick auf die Zukunft. Die nächste Veranstaltung des Vereins ist das vierte Schneegestöber am 4. Februar und das 187. Schützenfest findet im kommenden Jahr vom 30. Juni bis zum 3. Juli statt. Dabei soll es einige Veränderungen geben.

Änderungen im Ablaufplan

Der Seniorennachmittag soll nun am Samstag statt am Freitag veranstaltet werden und das Frühschoppen dafür schon am Sonntag statt am Montag. Die Ständchen würden fast ersatzlos gestrichen. Da der Musikverein Cäcilia aus Saalhausen am Werdohler Schützenfest nicht mehr teilnehmen wird, verpflichtete der Verein die Iserlohner Stadtmusikanten. Außerdem wird es hinter dem Thron eine standardisierte Girlande geben, der 2. Geschäftsführer Detlef Heinz kündigte an, diese zu spenden.

Auch er stellte an diesem Abend noch ein eigenes Projekt vor. Zusammen mit dem Musikverein Cäcilia sollen die Schützen 2020 an der Steubenparade in New York teilnehmen. Er bat die Kompanieführer in ihren Gruppen zu fragen ob daran Interesse bestehe. Zum Schluss lud Schützenkönig Devin Ziss alle Anwesenden zum Königsball ein.

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