Wachwechsel bei der Polizei: Bootz kommt für Voit

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Zum 1. März wird der Wachwechsel bei der Werdohler Polizei von Thomas Voit (M.) auf Volker Bootz (r.) vollzogen. Polizeidirektor Peter Beine (l.) stellte den Wechsel vor.

Werdohl - Volker Bootz aus Arnsberg-Holzen wird ab dem 1. März die Polizeiwache Werdohl leiten. Er tritt die Nachfolge von Thomas Voit an, der nach 44 Dienstjahren in den Ruhestand tritt. Polizeidirektor Peter Beine stellte den neuen Mann auf der Werdohler Wache vor.

Volker Bootz ist Polizeihauptkommissar und 55 Jahre alt. 1985 kam er zur Polizei nach Iserlohn und absolvierte dort seine zweieinhalbjährige Ausbildung mit den Stationen Bereitschaftsdienst und Einzeldienst. Danach machte er Dienst in Brühl und Bochum. 1996 kam er in den gehobenen Dienst bei der Polizei, nachdem er eine entsprechende Zusatzausbildung in Form eines Studiums absolviert hatte. Eine Zeit lang war er Polizeidezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg, danach kam er zur Leitstelle der Polizei im Hochsauerlandkreis in Meschede. 2008 ging es für ihn zurück in den Märkischen Kreis. Bei der Leitstelle war er als Sachbearbeiter in der Führungsstelle für Einsatzangelegenheiten beschäftigt. Seit 2013 ist er bei der Leitstelle Iserlohn Dienstgruppenleiter. Zum 1. März wird er die Leitung der Werdohler Wache antreten, die für Werdohl und Neuenrade zuständig ist und insgesamt 30 Mitarbeiter im Wach- und Bezirksdienst beschäftigt.

Im gehobenen Dienst gebe es bei der Stellenbesetzung einen Mix zwischen Bewerbungswunsch und Eignung, so Polizeidirektor Peter Beine. Er ist der Vorgesetzte aller Wachen im Märkischen Kreis inklusive der Leitstelle und zudem Leiter der Direktion Gefahrenabwehr Einsatz. Gemeinsam schaue man bei der Polizei, wo die Karriere des Beamten hingehen könne. Die Polizeiführung berücksichtige auch die spezielle Eignung und das Interesse des jeweiligen Mitarbeiters.

Für den Plettenberger Thomas Voit ist das alles bald Geschichte: Zum 1. März scheidet er mit 62 Jahren aus dem Dienst aus. Schon jetzt ist er nicht mehr so oft in der Wache, Übergabegespräche mit Volker Bootz hätten schon stattgefunden. Voit: „Der Übergang wird reibungslos klappen.“ Er bleibe ja auch noch nach dem 1. März erreichbar. Voit: „Ich bin immer gerne zur Arbeit gekommen, das ist ganz wichtig.“ In seinen 44 Jahren im Dienst habe er viel erlebt, jetzt sei es auch gut, in Ruhestand zu gehen. Im Laufe der Dienstjahre sei er vielleicht in einigen Situationen abgeklärter geworden, aber viele Dinge gingen ihm dennoch nach. „Das schüttelt man nicht so einfach ‘raus.“ Voit war seit Sommer 2012 Wachleiter in Werdohl. Auch bei ihm lief die Karriere kreuz und quer durch den Polizeiapparat. Ausbildung 1972 in Euskirchen und Wuppertal, 1975 Streifendienst in Solingen, 1979 Dienst in Lüdenscheid. Von 1982 bis 1985 gelangte Voit durch ein Studium an der Fachhochschule Dortmund in den gehobenen Dienst. Dienstgruppenleiter in Iserlohn, Einsatztruppleiter in Lüdenscheid, Dienstgruppenleiter in Plettenberg, dann Opferschutzbeauftragter in Iserlohn. Vier Jahre war er Leiter des Kommissariats Vorbeugung in Iserlohn. Zwei Jahre lang entwickelte er das Modell Crashkurs für die Unfallprävention mit und führte es erfolgreich ein, bevor er nach Werdohl kam.

Er hinterlasse ein „vorbildlich bestelltes Haus“, attestierte ihm sein Vorgesetzter Peter Beine. Volker Bootz finde ein „sehr gutes“ Betriebsklima vor.

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