Brunnen auf Brüninghaus-Platz in Werdohl funktioniert

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Die beiden Mitarbeiter der Rostocker Wasserbau-Firma probierten ihren Brunnen am Donnerstagabend zum ersten Mal aus. Gestern Morgen fand die technische Übergabe an die Stadtverwaltung statt.

Werdohl - Den allerersten Probelauf gab es bereits am Donnerstagabend, die sozusagen amtliche Vorführung und Übergabe an die Stadt gestern Morgen: Der Springbrunnen auf dem Brüninghaus-Platz ist voll funktionsfähig, sprudelt einwandfrei und ist bei Dunkelheit sehr schön beleuchtet.

Stadtplaner Groß überlegt jetzt nur noch, ob die Brunnenanlage vor dem Winter noch in Betrieb genommen werden soll. Was gab es nicht alles für Diskussionen um den Brunnen: Rund oder oval, hierhin oder dorthin, wie sicher ist die Technik vor Vandalismus, wie teuer ist die technische Pflege, wie soll der Brunnen nutzbar sein, wird er schnell veralgen und wie wird er tatsächlich aussehen.

Nur die Frage nach der dauerhaften Unterhaltung kann noch nicht beantwortet werden, von allen anderen Überlegungen kann sich bald jeder ein eigenes Bild machen. „Ich bin wirklich sehr zufrieden, ich freue mich darauf“, ist Stadtplaner Stefan Groß nach der Vorführung durch die Rostocker Wasserbaufirma total überzeugt. Der Brunnen hat keinen überstehenden Rand zum Platz und ist nahtlos in in eingelassen. Das soll so sein, damit man einfach Schuhe und Strümpfe ausziehen und durchs Wasser laufen kann. Das flache Becken hat sechs Meter Durchmesser, aus sieben Düsen sprudelt das Wasser bis auf Mannshöhe in die Luft.

Eine automatische Steuerung sorgt für eine Belebung des Wasserspiels, die sieben Fontänen sprühen mal mehr, mal weniger stark. So ergibt sich ein abwechslungsreiches Bild. Wenn der Wind ins Wasser greift, spritzen die Fontänen auch über den Rand des Beckens.

Für den Brunnen ist eine relativ opulente Technik in einem garagengroßen Raum unter dem Brüninghaus-Platz eingebaut. Das System fasst zwei Kubikmeter Wasser, geht etwas verloren, wird es automatisch aufgefüllt. Groß weist darauf hin, dass der Brunnen „definitiv“ kein Trinkwasser führe. Ähnlich wie in einem Schwimmbad wird das Wasser aufbereitet.

Aus verschiedenen Gründen wurde darauf verzichtet, einen Vorratstank einzubauen. Elektrische Pumpen steuern die Anlage. Auch ein farbiges Lichtspiel gibt es, das aber erst in der Dämmerung so richtig zur Geltung kommen soll. Die Wartung wird der Bauhof übernehmen, der gestern eine Einweisung bekommen hat. Bei der Stadt wird überlegt, ob es Sinn macht, den Brunnen noch für ein paar Wochen bis zur Einwinterung in Betrieb zu nehmen. Bei Frostgefahr darf die Anlage nicht laufen, das Wasser wird komplett abgelassen.

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