Evangelisches Gemeindebüro zieht in die Innenstadt

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Rund 200 Kubikmeter Erde muss Baggerführer Wolfgang Betker abtragen, um Platz für das neue Gemeindebüro zu machen. In dem Anbau werden außerdem das Archiv und ein Besprechungsraum untergebracht.

Werdohl - Die Bauarbeiten für das neue evangelische Gemeindebüro an der Werdohler Freiheitstraße haben begonnen. Bis zum Wochenende wird ein Teil des Hangs links vom Vorplatz des Gemeindehauses abgetragen. Dort beginnt ab Montag das Hochbau-Unternehmen damit, den Anbau zu errichten.

Rund 200 Kubikmeter Erde muss Baggerführer Wolfgang Betker wegschaufeln, um Platz für das neue Gebäude zu machen. Auch vier oder fünf neue Parkplätze sollen entstehen. Die abgetragene Erde lädt Betker auf einem Grundstück oberhalb des Gemeindehauses ab, das ebenfalls der evangelischen Kirchengemeinde gehört. „So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Baukirchmeister Gerd Petersmann. „Wir müssen die Erde nicht abtransportieren lassen. Und das Grundstück wird aufgewertet, weil aus dem abschüssigen Garten eine gerade Fläche wird.“

Für die Fundamente werden die Arbeiter außerdem zwei 3,50 Meter tiefe Gräben ausheben. In dieser Tiefe liege der gewachsene Boden, der nicht im Laufe der vergangenen Jahre durch Bauarbeiten verändert wurde, erläutert Petersmann. Nur dieser sei stabil genug, um den Fundamenten des Gebäudes Halt zu geben. Neben der Erde müssen die Arbeiter auch etliche Steine vom Vorplatz des Gemeindehauses entfernen. Diese könnten später für die neuen Parkplätze genutzt werden, sagt der Baukirchmeister.

Stadtnahes Zentrum der Kommunikation

Der neue Anbau wird eine Grundfläche von 80 Quadratmetern haben. 45 Quadratmeter entfallen auf das Gemeindebüro, der Rest auf ein Archiv und einen Besprechungsraum. Bisher sind Gemeindebüro und Archiv im ehemaligen Gemeindehaus in Ütterlingsen untergebracht. Vor einigen Jahren hatte die Kirchengemeinde das Gebäude an den Betreiber eines Fitnessstudios verkauft; seitdem mietet sie die Räume von ihm an.

Für den Umzug in die Innenstadt sprechen aus Sicht der Gemeinde gleich mehrere Gründe. Das Presbyterium möchte „ein stadtnahes Zentrum der Kommunikation“ schaffen. Außerdem kann die Gemeinde künftig die Miete für die Räume in Ütterlingsen sparen. Für den Neubau ist ein „fünfstelliger Betrag“ vorgesehen, den die Verantwortlichen aber noch nicht näher beziffern wollen. Diese Summe stammt aus einem besonderen Topf. Denn die Mittel aus dem Verkauf des Ütterlingser Gemeindehauses sowie einer Wohnung in der Innenstadt sind zweckgebunden. So werde der reguläre Haushalt der Kirchengemeinde nicht durch den Neubau belastet, wie Petersmann und Pfarrer Dirk Grzegorek im April erläuterten.

Erster Schritt zur Umstrukturierung

Der Neubau ist nur der erste Schritt einer größeren Umstrukturierung. Bis 2018 oder 2019 soll außerdem der ehemalige Kindergarten am Kirchenpfad leergezogen und abgerissen werden. Tafelausgabe, Begegnungscafé, Trauerkreis und die EC-Jugendarbeit sollen dann ins Gemeindehaus umziehen. Dazu wird auch die Einliegerwohnung, in der derzeit noch ein Mieter lebt, dem Gemeindehaus zugeschlagen.

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