Neue Satzung nochmals überarbeitet

Versetaler Schützen erfüllen Auflagen

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Entgegen der Befürchtung des Vorstandes waren doch beachtlich viele Mitglieder der Einladung des Vorstandes zu einer erneuten außerordentlichen Mitgliederversammlung gefolgt.

Werdohl - Eigentlich schien die Neu- und Umstrukturierung des Versetaler Schützenvereins schon längst abgeschlossen. In mehreren richtungweisenden Versammlungen hatten die Mitglieder – trotz einiger Anfangsschwierigkeiten – die Weichen für die Zukunft und den Bestand des Vereins gestellt. Trotz allem: Es war am Dienstagabend noch eine weitere außerordentliche Mitgliederversammlung notwendig, um die vor wenigen Wochen gerade verabschiedete neue Satzung auch rechtssicher zu machen.

Zwar hatten sich die Versetaler Schützen durch einen renommierten Werdohler Rechtsanwalt beraten und die Satzung anschließend vor der Beschlussfassung auch prüfen lassen, aber das reichte noch nicht. Der Druck kam diesmal von Seiten des Amtsgerichtes. Dort hatte sich zunächst eine veränderte Zuständigkeit ergeben. Statt Altena hat ab sofort das Amtsgericht Iserlohn ein waches Auge auf die hiesigen eingetragenen Vereine.

Und von dort kamen gleich mehrere Korrektur-Forderungen im Blick auf die Satzung. So sollte eindeutig herausgestellt werden, dass keine Person durch Ausgaben begünstigt wird, die dem Zweck des Vereins fremd seien oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begleitet werden. Zudem sollte geregelt werden, dass die Mitglieder des Vorstandes und Beirates – soweit es die Jugendvertreter betrifft – von der Jugendversammlung jeweils auf die Dauer von zwei Jahren gewählt werden.

Auch eine Satzungsänderung im Zusammenhang mit der Minderheitenregelung war angemahnt worden. Das Amtsgericht Iserlohn wollte die Formulierung, dass – abgesehen von der unangefochtenen Kompetenz des geschäftsführenden Vorstands – eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen sei, wenn mindestens 50 Mitglieder das verlangen. Das jedoch, so Geschäftsführer Jürgen Wehlus, „geht angesichts der Mitgliederentwicklung des Versetaler Schützenvereins nicht“. Einigkeit bestand, dass man stattdessen von zehn Prozent der gesamten Mitgliederzahl (aktuell 397) sprechen solle. Und der letzte Punkt: Bisher war in der Satzung verankert gewesen, dass diese per Beschluss in Kraft tritt. Die neue Version: Sie tritt „mit Eintragung in das Vereinsregister“ in Kraft. Am Ende stimmten die 38 stimmberechtigten Mitglieder am Dienstagabend den vom Amtsgericht geforderten Änderungen einhellig zu.

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