Neue Klinik für Geriatrie wertet den Klinikstandort Werdohl weiter auf

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Dr. Magdalena Aniol berichtete aus der Klinik für Geriatrie. Dr. Norbert Pittlik, Verwaltungsleiterin Christine Lehnert und Dr. Christoph Solbach (von links) informierten die Ausschussmitglieder ebenfalls über Neuigkeiten aus der Stadtklinik.

Werdohl - „Die Geriatrie ist zukunftsweisend – und sie ist ein Schmankerl: Man verdient Geld damit“, sagte Dr. Norbert Pittlik. Im Rahmen der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstag stellte der ärztliche Direktor der Stadtklinik Werdohl das noch junge Angebot vor.

Auch Dr. Christoph Solbach, Direktor der Klinik für Innere Medizin, Dr. Magdalene Aniol, Direktorin der Klinik für Geriatrie, und Verwaltungsleiterin Christine Lehnert bezogen Stellung zur Zukunft der Stadtklinik.

Die Stadtklinik habe in der Vergangenheit teilweise „sehr schlechte Tage“ erlebt. „Jetzt sehen wir aber wieder einige Sonnenstrahlen“, sagte Dr. Pittlik. Die neue Geschäftsführung habe ein Herz für Werdohl – und die Stadt auch aus diesem Grund als Standort für die Geriatrie ausgewählt. Nun sehe er positiv in die Zukunft, zumal auch die Chirurgie in der Stadtklinik medizinisch sehr gut aufgestellt sei. „Besser als die Bevölkerung glaubt“, erklärte der Mediziner.

Nach der Eröffnung der Klinik für Geriatrie im April könne man schon einige Erfolge verbuchen, berichtete Dr. Aniol. Die Geriatrie sei eine relativ neue Richtung in der Medizin, die seit circa 20 Jahren betrieben werde. „Sie beschäftigt sich mit den speziellen Erkrankungen des alten Menschen. Wenn man in der Geriatrie arbeitet, muss man alte Menschen mögen“, unterstrich die Klinikdirektorin.

Die Patienten seien meist 75 Jahre oder älter. „Es gibt auch Patienten, die jünger sind und mehrere Erkrankungen haben“, sagte Dr. Aniol. Die Klinik in Werdohl verfüge über 30 Betten, die auf zwei Flügel verteilt seien. „Wir sind sehr gut ausgelastet“, konnte sie berichten.

Das Team der Geriatrie habe sich inzwischen sehr gut zusammengefunden, erzählte Dr. Magdalene Aniol. Ein Lob sprach sie den Chefärzten Dr. Pittlik und Dr. Solbach aus: „Ich danke beiden für die sehr gute Zusammenarbeit.“

Dr. Solbach, seit 2003 Leiter der Klinik für Innere Medizin, berichtete ebenfalls, dass seine Klinik sehr gut aufgestellt sei. Die personelle Ausstattung sei mit zehn Ärzten gut, ein breites medizinisches Spektrum innerhalb der Herz- und Gefäßmedizin könne abgedeckt werden. Regelmäßig führe er Herzkatheteruntersuchungen durch, Schlaganfalldiagnostik und Therapie, die Behandlung von Lugenembolie und Thrombose – all das werde in Werdohl angeboten.

Gerade in der kalten Jahreszeit spiele auch die Pneumologie eine wichtige Rolle, und natürlich gebe es auch eine Abteilung für Intensivmedizin. Dr. Solbach dankte allen, die die Stadtklinik bisher unterstützt hätten und bat die Kommunalpolitiker, auch weiterhin alles dafür zu tun, dass diese erhalten bleibe.

„Mit dieser Bitte rennen sie bei uns offene Türen ein“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Jansen – und wollte wissen, ob die niedergelassenen Hausärzte der Stadtklinik Patienten zuweisen würden oder andere Krankenhäuser bevorzugten. Diesbezüglich habe sich die Situation verbessert, berichtete Dr. Solbach: „Wir haben viele gute Zuweiser unter den Hausärzten.“

WBG-Vorsitzender Christian Klepatz bemängelte, dass in der Nähe der Stadtklinik nicht genügend Parkplätze zur Verfügung ständen: „Das ist und bleibt ein großes Problem.“

Ausschussvorsitzender Andreas Späinghaus (SPD) erklärte: „An diesem Thema sind wird dran.“

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