Neue Heizung in der Friedenskirche ab Mitte nächster Woche betriebsbereit

Kostenersparnis durch Infrarot

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Werdohl - In der Friedenskirche wurde seit Januar kein Gottesdienst mehr gefeiert. Zu kalt wäre es dort für die evangelischen Christen aus dem Versetal gewesen, nachdem die mehr als 40 Jahre alte Gebläsewarmluftheizung zu Beginn des Jahres ihren Dienst quittierte. Doch nach mehr als vier kalten Monaten sollen ab Mitte nächster Woche wieder angenehme Temperaturen im Gotteshaus auf der Furth herrschen.

Für diese Temperaturen soll eine moderne Infrarotheizung sorgen. Diese wird derzeit durch die Mitarbeiter der Firma Schwenk aus Köln in der Friedenskirche installiert. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben weltweit bereits 5000 Kirchen mit Infrarotheizungen ausgestattet. Darunter ist nach Worten von Gerd Petersmann, Baukirchmeister der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl, auch eine Kirche in Iserlohn. „Und dort ist man sehr zufrieden“, versicherte der Baukirchmeister.

Bis Januar erwärmte eine Gebläsewarmluftheizung das Kircheninnere. Im Vergleich zur neuen Lösung war das nach Angaben Petersmanns „eine wahre Energievernichtungsheizung“. 40 Prozent an Energieersparnis soll die Infrarot-Wärmequelle bringen. Eine neue Heizung der bisherigen Bauart hätte nach Angaben von Petersmann rund 50 000 Euro gekostet. Das Presbyterium habe sich deshalb für eine Infrarot-Heizung entschieden, die nur rund 20 000 Euro kosten soll. „Wir haben also auch ökonomisch gesehen eine sehr gute Lösung auf den Weg gebracht“, so Pfarrer Dirk Grzegorek.

Während es mit der alten Heizung nach Angaben von Petersmann und Grzegorek „viele Stunden“ dauerte, ehe die warme Luft komplett zirkuliert und die Kirche auf gewünschter Temperatur erwärmt war, soll dies durch die Infrarot-Temperierung deutlich schneller funktionieren. „Ein Wärmefühler sorgt für eine Grundtemperatur von ungefähr 15 Grad“, erklärte Petersmann. Vor Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen wird die Temperatur dann durch ein Steuermodul auf rund 19 Grad hochgeregelt. „Wie lange das dauern wird, müssen Erfahrungswerte zeigen. Wir rechnen mit ungefähr zwei Stunden“, so Petersmann.

Brenner mit 29 Kilowatt Leistung

Dafür werden zwei sechseinhalb Meter lange Gasbrenner mit einer Leistung von jeweils 29 Kilowatt sorgen, die unter der Decke verschraubt wurden und in deren unmittelbarer Nähe rund 500 Grad herrschen sollen. Für die hölzerne Deckenkonstruktion sei das jedoch unproblematisch: „Die Wärme strahlt ausschließlich nach unten. Alles ist so isoliert, dass keine Gefahr für die Decke besteht.“

Seitlich sind die Wärmestrahler mit braunen Aluminiumblenden verkleidet: „Die haben wir extra so lackieren lassen, dass es ins Erscheinungsbild passt.“ Ein weiterer Punkt, der Petersmann wichtig ist: „Da oben wird nichts feuerrot glühen. Optisch wird man nicht sehen, dass die Heizung an ist.“ Bis die Heizung ihren Dienst antreten kann, müssen noch die Gasleitungen angeschlossen werden. Zudem muss ein Elektriker noch die Steuerung installieren.

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