Neue Forschungsergebnisse zu einer wichtigen Lebensphase

Günther Vogt und Klaus Muhl sowie Annette Wolf vom Vorstand des Kulturvereins „Werdohl heute“ stellten am Donnerstag mit Gérard Nisal Bischof (3. v. l.) einen Referenten vor, der sich am 21. Oktober ab 19 Uhr in der Stadtbücherei der „Bedienungsanleitung für das Altern“ widmen wird. Foto: Kanbach

Werdohl - Alle wollen es werden, keiner will es sein: alt. In den wohlhabenden Gesellschaften gerät das Alter als eine wichtige Lebensphase immer mehr in den Blickpunkt. Denn erstmals in der Menschheitsgeschichte stehen sehr vielen Menschen nach dem Eintritt in den beruflichen Ruhestand noch mehrere Jahrzehnte Lebenszeit zur Verfügung. Wie man diese Zeit erfolgreich gestalten kann, will der Kulturverein „Werdohl heute“ von einem Experten erklären lassen.

Seit vielen Jahren wird der Kulturverein mit der Veranstaltungsreihe „Werdohler Gespräche“ in Verbindung gebracht. Das ist am Mittwoch, 21. Oktober, ab 19 Uhr in der Stadtbücherei etwas anders. Dann nämlich heißt es: „Ein Werdohler spricht“. Jedermann ist bei freiem Eintritt eingeladen, denn es geht um nicht mehr und nicht weniger, als eine Weltpremiere. Dr. Gérard Nisal Bischof, der im elterlichen Haus an der Wilhelmstraße aufgewachsen ist, widmet sich in seinem Vortrag einer Bedienungsanleitung für das Altern.

Der Titel des Referates, das es in dieser Form nach Bischofs Darstellung bisher noch nie gegeben hat, bietet zugleich auch einen Bezug zum Werdegang des jungen Werdohlers: „Was hat Dirk Nowitzki mit erfolgreichem Altern zu tun?“

Gérard Nisal Bischof machte im Jahr 2000 sein Abitur, war danach Zivildienstleistender in Letmathe und nahm anschließend an der Uni Marburg das Studium für Psychologie und Neurowissenschaft auf. Später wechselte er nach Hamburg und Berlin, bildete sich in den USA weiter und erwarb sein Diplom schließlich in Hamburg. 2007 ging er nach Dallas/Texas, wo er auch den erfolgreichsten deutschen Basketballer in den Staaten traf. Sieben Jahre später schloss er seine Promotion erfolgreich ab. Seit Februar 2015 ist Bischof wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Gebiet der Nuklearmedizin an der Uni-Klinik Köln. Und in Jülich ist er darüber hinaus am Institut für kognitive Neurowissenschaften engagiert.

Das alles, so sehen es die Mitglieder des Kulturverein-Vorstandes, sind berufliche Bausteine, die unter dem Strich für einen hochinteressanten Abend sprechen. Dies umso mehr, nachdem der Referent während seiner Studienzeit auch praktische Erfahrungen als Pfleger im Werdohler Seniorenhaus Forsthaus und in Marburg sammeln konnte.

Was ist erfolgreiches Altern? Was gibt es für aktuelle Forschungsergebnisse zu diesem Thema? Kann man Alzheimer verhindern? Vor dem Vortrag werden Zettel ausgegeben, auf denen Fragen gestellt werden können, die im zweiten Teil des Abends beantwortet werden sollen. Er möchte, so begründete Gérard Nisal Bischof sein Engagement, den Werdohlern gerne etwas zurückgeben – in dankbarer Erinnerung an die Jahre, in denen er hier aufgewachsen ist.

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