Neue Formen der Mobilität

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Vertreter der Städte Werdohl und Altena, Ratsmitglieder, Vertreter einiger Verbände und ein paar Bürger diskutierten darüber, wie die Mobilität in Werdohl klimafreundlicher werden kann.

Werdohl - Klimaschutz komme nicht nur der Umwelt zu Gute, betonte Daniela Windsheimer. Vielmehr gehe es auch um den Menschen – etwa im Hinblick auf Lärmreduzierung, sagte die Expertin von infas enermetic Consulting aus Greven am Mittwochabend beim Workshop zum Werdohler Klimaschutzkonzept.

Bei der jüngsten Auflage der Workshop-Reihe stand das Thema Mobilität im Vordergrund. Behandelt wurden Themenfelder vom Öffentlichen Personennahverkehr bis hin zu E-Bikes, vom Bürgerbus bis hin zum Fußgänger. Und auch Radwege wurden angesprochen – Stichwort: Lenneroute.

Die Klimaschutz-Expertin Windsheimer hatte einige Ideen mitgebracht: Bei ihrem ersten Besuch in Werdohl sei ihr jetzt aufgefallen, wie hügelig es im Sauerland sei. Daraus ergäben sich besondere Anforderungen im Bezug auf die Mobilität. Deshalb brachte sie Mitfahrerbörsen, Pendler-Parkplätze und Car-Sharing in die Diskussion ein.

Sie regte aber auch Sensibilisierungs-Projekte an. Bei kommenden Generationen könnten diese in Schulen und auch schon Kindergärten greifen. Mädchen und Jungen seien die „Autofahrer von morgen“, sagte Windsheimer. Ältere Mitbürger dagegen wolle sie auf E-Bikes und Pedelecs aufmerksam machen, also auf Elektrofahrräder. An der Diskussion mit der Fachfrau im Bürgerhaussaal beteiligten sich Mitglieder der Ratsfraktionen von SPD und WBG, Vertreter der Städte Werdohl und Altena, Michael Grabs, der die Bürgermeisterin vertrat, Vertreter der Mark-E, der MVG und des ADFC sowie zwei, drei Bürger.

Stadtplaner Stefan Groß freute sich über die rege Teilnahme, denn „Mobilität ist ein sehr wichtiges Thema, weil es täglich jeden betrifft“. Gekommen waren 14 Mit-Diskutanten. Diese machte Windsheimer auf kontraproduktive Effekte aufmerksam, „wenn Leute sagen: ‘Mein Fernseher verbraucht ja gar nichts mehr. Da kaufe ich mir einen zweiten’“.

Zum Thema Mobilität stellte sie fest, dass der Verkehr in der Stadt zwischen Lenne und Verse lediglich einen Anteil in Höhe von 19 Prozent am Energieverbrauch habe. Das sei im Vergleich zu anderen Städten ungewöhnlich wenig, was aber durch den überdurchschnittlich hohen Anteil an energieintensiv produzierenden Unternehmen in Werdohl zu erklären sei.

Die Betrachtung der Mobilität beim Bemühen um Energievermeidung sei vor Ort aber nicht weniger wichtig als andernorts. Die Expertin erläuterte weiterhin, dass das Werdohler Klimaschutzkonzept am Ende des Jahres einen Umfang von 100 bis 120 Seiten haben werde.

Der nächste Workshop findet am kommenden Mittwoch ab 19 Uhr im Bürgerhaussaal statt. Dann geht es um die „Klimaorientierte Stadtentwicklung“.

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