Feuerwehr-Großeinsatz in Werdohl

Nebengebäude eines Gehöfts in Flammen

+
Die Feuerwehr Werdohl rückte zum Großeinsatz aus. Über mehrere hundert Meter mussten Schläuche verlegt werden.

Werdohl - Ein bewohntes Nebengebäude des Bauernhauses Hesewinkel 1 in Pungelscheid ist Mittwoch Vormittag abgebrannt. Das Brandnest saß im hölzernen Dachstuhl, das kleine Haus ist jetzt eine Ruine. Den einzigen Bewohner des Hauses erreichte die Nachricht seines zerstörten Zuhauses auf der Arbeitsstelle.

Von Volker Heyn

Die Rauchsäule in der Nähe der Kleingartenanlage Hesewinkel in Pungelscheid war weithin sichtbar, Anwohner benachrichtigten um 11.47 Uhr die Feuerwehr. Alarmiert wurden die Löschzüge Kleinhammer und Eveking sowie der Einsatzleitwagen, die Drehleiter und der Rüstwagen des Löschzuges Stadtmitte.

Routinemäßig wurden auch die Stadtwerke verständigt, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Das war bei der Ortslage auch nötig. Ein Tanklöschfahrzeug vom Zug Kleinhammer fuhr für den Erstangriff direkt in den Wald oberhalb des brennenden Gebäudes, das Fahrzeug diente später als Stützpunkt für die weitere Löschwasserversorgung aus dem öffentlichen Trinkwassernetz.

Zwei mehrere hundert Meter lange Schläuche wurden vom Ausbauende zwischen Selscheider Weg und Deipschlader Weg verlegt. Feuerwehr-Chef Manfred Theile war mit der Versorgung in dieser auswärtigen Lage sehr zufrieden: „Wir hatten reichlich Wasser.“

„Als wir kamen, war schon nichts mehr zu retten“, sagte Theile. Der Dachstuhl stand in hellen Flammen, das Gebälk unter den Pfannen brannte und die Dacheindeckung des Spitzdaches fiel krachend herunter.

Brand auf einem Gehöft in Pungelscheid

Von zwei Seiten wurde Wasser auf das Gebäude gespritzt, die Flammen wichen großen Qualmwolken. Das Haupthaus und ein weiteres Nebengebäude sind weit genug entfernt, ein Übergreifen der Flammen stand wegen des Einsatzes der Feuerwehr nicht zu befürchten.

Aufgrund der Jahreszeit war auch kein Übergreifen der Flammen auf den Wald zu erwarten. Die Polizei hatte einige Mühe, die Bewohner des Ensembles bei ihren Arbeitsstellen zu erreichen.

Das Feuer hat sich schnell durch den hölzernen Dachstuhl gefressen.

Der einzige Mieter des abgebrannten Hauses kam erst in Hesewinkel an, als die Feuerwehr seine Haustür aufgebrochen und drinnen nachgesehen hatte.

Die Brandruine ist jetzt beschlagnahmt. Die Kripo wird nach der Brandursache forschen, die Versicherer nehmen dort auch Untersuchungen vor. Der Einsatz der Feuerwehr wurde erst gegen 15 Uhr beendet, um ein Wiederaufflammen auszuschließen. Insgesamt waren 32 freiwillige Feuerwehrleute im Einsatz.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare