Neuer Entwurf für Westpark findet viel Zustimmung

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Dieses Gelände zwischen Dammstraße und Lenne soll zum Westpark umgestaltet werden.

Werdohl - Der neue Vorentwurf für den Westpark hat am Dienstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung viel Beifall gefunden. Einzig die prognostizierten Kosten, die bei seiner Umsetzung entstehen würden, schreckten die Politiker ein wenig.

Die Planer, Volker Finger (Sundern) und Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Berger (Bad Sassendorf), die auch den vielfach gelobten „Airlebnisweg“ am Sorpesee geplant hatten, stellten dem Ausschuss ihre Ideen für den Geländestreifen zwischen Dammstraße und Lenne vor (wir berichteten). Die sehen eine Neugestaltung des so genannten Lenne-Vorlandes mit einem künstlichen Bachlauf, Sitzgelegenheiten und Spielgeräten ebenso vor wie den Bau einer von Zierkirschen gesäumten Promenade entlang der Dammstraße. Die Ausschussmitglieder konnten sich einen nach diesen Vorschlägen gestalteten Westpark sehr gut vorstellen. Die CDU-Ratsherren Christoph Plaßmann („Das gefällt mir sehr gut!“) und Manfred Buchta („Das entspricht unseren Vorstellungen!“) waren ebenso voll des Lobes wie ihr SPD-Kollege Volkmar Güldner-Rademacher („Das ist ganz ausgezeichnet!“). Sogar WBG-Fraktionschef Volker Oßenberg, wie seine gesamte Fraktion nicht gerade als Befürworter des Westparks bekannt, sprang über seinen Schatten und bezeichnete den Vorentwurf als „hervorragend“.

Was die Euphorie der Ausschussmitglieder bremste, waren allerdings die voraussichtlichen Kosten. Die bezifferte Planer Volker Finger mit gut 400.000 Euro; zur Verfügung stehen aber eigentlich nur 280.000 Euro. Diesen Rahmen möchte auch insbesondere Volker Oßenberg nicht sprengen. Natürlich könnten die Kosten reduziert werden, wenn der Vorentwurf nicht allen Punkten umgesetzt werde, erfuhren die Politiker. Finger: „Nur für die Neugestaltung des Lenne-Vorlandes und eine erste Baumreihe entlang der Dammstraße würden sich die Kosten auf etwa 290.000 Euro belaufen. Die Promenade würde noch einmal gut 100.000 Euro kosten.“

Dennoch entschied der Ausschuss einstimmig, die Planungen auf der Basis des Vorentwurfes weiter voranzutreiben. Was wirklich am ende realisiert wird und was nicht, hängt auch davon ab, wieviel Geld die Stadt „locker“ machen kann. Fest steht nur eine Förderung aus dem Stadtumbau West in Höhe von 250.000 Euro. Was darüber hinaus geht, muss die Stadt anderweitig auftreiben: aus eigenen Mitteln oder aus anderen Förderprogrammen. Die Suche nach Geld kann also beginnen.

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