Ein Hauch von Schützenfest beim Dämmerschoppen

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Auch der Nachwuchs bekommt im Kreise gestandener Musiker bereits eine Chance beim Versetaler Musikzug.

Werdohl - Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist dieses Angebot fester Bestandteil im Terminkalender: Einmal im Jahr lädt der Musikzug des Versetaler Schützenvereins zu einer mit einem Dämmerschoppen verbundenen öffentlichen Probe nach Altenmühle ins Schützenheim ein. Eine Veranstaltung, die auch am vergangenen Donnerstagabend wieder guten Zuspruch fand. Die Zuhörer erlebten Musikgenuss für drei Stunden.

Für die Musiker bedeutete das andererseits: Nicht nur – wie sonst in der Gaststätte bei Renate Olbrich – hinsetzen und das Probenrepertoire runterspielen, sondern unter Konzertbedingungen musikalisch Freude bereiten. Man sei auch diesmal der Verpflichtung zu dieser Veranstaltung gerne nachgekommen, versicherte Musikzug-Sprecher Christian Crone, denn immerhin „wäre es bei Renate doch etwas eng geworden…“

Und genau das ist dem Musikzug des Versetaler Schützenvereins, der 1951 aus dem Musikverein Eveking hervorgegangen ist, immer schon gelungen. Die hohe Zeit des mittlerweile 96 Jahre jungen Ensembles begann im Grunde unter der Stabführung von Obermusikmeister Rudi Fritz. Er formte seine Mitstreiter zu einem Klangkörper, der nicht nur das übliche Schützenfest-Repertoire beherrschte. Hohes Niveau, hohe Herausforderungen – das war sein Merkmal. Und nicht zuletzt deshalb gab es auf Vermittlung des damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Schmöle eine erfolgreiche Tournee durch Brasilien, die anschließend auch mit neuen, rassigen Klängen auf einer Langspielplatte „aufgearbeitet“ wurde.

Nach dem vor ein paar Jahren vollzogenen Generationswechsel stehen die Versetaler Musiker inzwischen unter der Stabführung des noch sehr jungen Mathias Lipski. Er versteht es, das bestehende Repertoire durch neue Stücke zu ergänzen und zu bereichern. Vom klassischen Marsch zur Eröffnung des Dämmerschoppens am Donnerstagabend über das Konzert der Liebe bis hin zum Ausflug in die Welt des Musicals und der Schlager reichte die Bandbreite der musikalischen Darbietungen. Dazwischen lagen Kompositionen, die Schwung vermittelten, oder auch vergleichsweise etwas tragendere Melodien. Im Finale waren die Zuhörer schließlich zum Mitsingen eingeladen. Präsentiert wurde die „Nationalhymne“ der Schützen, das Lied vom Franz, der auf die Vogelwiese ging...

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