Musikschule: Stadt erreicht Sparziel

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Die in Werdohl ansässige Musikschule wird im Dezember ihren Haushalt beschließen, die Entscheidungen der Mitgliedsstädte müssen bis dahin getroffen sein.

Werdohl - Die Beteiligung an der Musikschule Lennetal wird die Stadt Werdohl im kommenden Jahr 89 300 Euro kosten. Das soll der Kulturausschuss in seiner Sitzung Ende November beschließen.

Die in Werdohl ansässige Musikschule wird im Dezember ihren Haushalt beschließen, die Entscheidungen der Mitgliedsstädte müssen bis dahin getroffen sein. Mit dem Zuschussbeitrag von 89 300 Euro kann die Stadt Werdohl für 2017 ihre Selbstverpflichtung zur Einsparung von 25 000 Euro erfüllen. Diese Sparvorgabe stammt aus dem Stärkungspakt und musste unter allen Umständen erreicht werden.

Wie die Sparmaßnahmen greifen, zeigt eine Tabelle: Im Jahre 2011 hatte die Stadt 112 000 Euro an die Musikschule gezahlt, Ziel zum Ende des Stärkungspaktzeitraums im Jahre 2021 wird eine Beitragszahlung von 74 300 Euro jährlich sein. 

Bei der Suche nach strukturellen Verbesserung in der Finanzierungssystematik sind die Trägerstädte der Musikschule nicht so richtig weiter-gekommen. Vor mehr als einem Jahr wurde im Werdohler Rathaus mit allen Bürgermeistern der Trägerkommunen die Idee einer Basisversorgung und zubuchbaren On-Top-Leistungen geboren. Arme Städte wie Werdohl und Altena sollten eine musikalische Grundversorgung bekommen, Plettenberg und Neuenrade sollten sich zusätzliche Angebote gesondert einkaufen können. Aus der dann niedrigeren allgemeinen Umlage könne die Musikschule Lennetal dauerhaft finanziert werden, wer mehr wolle, müsse mehr zahlen. So war der Gedanke, um nicht die Solidarität auf der Lenneschiene bei der Musikschule in Frage zu stellen.

Um die Machbarkeit eines solchen Splittings zu prüfen und darzustellen, sollten Dritte dieses Finanzierungsmodell vorrechnen. Diese Expertise sollte aber nichts kosten. So wurde über die Mitgliedsstadt Altena bei der Gemeindeprüfungsanstalt GPA nachgefragt, die Musikschule selbst wollte Beratungsdienstleistungen beim Verband der Musikschulen abrufen. Ein durch Ausschreibung zu ermittelnder Fachberater sollte für eine kostenfreie Beratung gefunden werden. Daraus wurde nichts, weil es Schwierigkeiten gab, im Rahmen einer Ausschreibung einen qualifizierten Berater zu finden.

In diesem Sommer habe es zwar mehrere Datenabfragen bei der Geschäftsführung der Musikschule gegeben, wird in der Vorlage für den Kulturausschuss festgehalten. Die GPA habe gemeinsam mit dem Landesverband der Musikschulen „Gespräche zu einem möglichen weitergehenden Konsolidierungsprozess“ geführt. In der Vorlage heißt es: „Abschließende Ergebnisse in Form einer bewertenden Stellungnahme und Empfehlung der GPA liegen hier derzeit noch nicht vor.“ Parallel dazu wurde der Übergang der Gemeinde Finnentrop vom Kooperationsvertragspartner zum Vollmitglied vorbereitet. Dazu muss ein Beschluss gefasst werden.

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