Musikschule: Förderverein springt in die Bresche

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Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Musikschule Lennetal standen auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Dabei wurde auch die Vorsitzende Dr. Anne (4. v. r.) in ihrem Amt bestätigt. Hermes

Werdohl - „2014 war ein turbulentes Jahr.“ Mit diesen Worten eröffnete die Vorstandsvorsitzende Dr. Anne Hermes die Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Musikschule Lennetal. Mit zwölf Anwesenden war die Jahreshauptversammlung gut besucht.

„Wir haben viel geleistet“, berichtete Dr. Hermes weiter. So widmete sich der Förderverein etwa der finanziellen Unterstützung besonders begabter Musikschüler, der Finanzierung von „Meisterkursen“ bei hochkarätigen Musikern, als auch der Anschaffung und Restaurierung diverser Instrumente. Weiterhin wurden zahlreiche Konzerte der Musikschulensembles organisiert und mitgestaltet. Finanziert werde das beispielsweise durch den Verkauf von Tassen, Postkarten und Speisen. „Erhebliche Unterstützung erfahren wir vom Lionsclub und der Sparkasse“, merkt Dr. Hermes an. „Trotzdem ist es nicht leicht für die Musikschule“, beendet sie ihr Resümee.

Das hat sich auch auf das Musikschulprojekt „Singende Grundschulen“ ausgewirkt: Im Februar 2011 unter dem Dach der Musikschule initiiert, wurde es im vergangenen Sommer aus dem Programm der Musikschule ausgekoppelt: Die finanziellen Mittel reichten nicht mehr aus – auch, da sich die Kommunen Altena und Werdohl im Stärkungspakt befinden. Nun kommt der Förderverein für die anfallenden Projektkosten auf, finanziert diese hauptsächlich durch Spenden. Projektleiterin und Pressewartin Marion Jeßegus betonte, wie wichtig das Projekt sei: „Insbesondere für die Integration. Gerade in einer Stadt wie Werdohl.“ Das gemeinsame Singen fördere die Sprachentwicklung der Kinder, als auch deren Sprachkompetenz. Jeßegus bildet die Musikschullehrer der teilnehmenden Grundschulen aus, damit der Leitgedanke des Projekts auch im Schulalltag weiter gegeben werden könne.

„Wir fördern dieses Projekt sehr gerne“, betont der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Christofzik. „Dennoch wollten wir als Förderverein die Aufgaben der Trägerkommunen nicht übernehmen, sondern bloß ergänzen – und nun müssen wir in die Bresche springen.“ Es sei nicht einfach, weitreichend für die finanzielle Deckung dieses Projekts zu sorgen. Die dafür eingehenden Spenden würden zwar für eine ausreichende Finanzierung des Projekts im Schuljahr 2015/2016 sorgen, der Fortbestand der „Singenden Grundschulen“ im darauffolgenden Schuljahr könne jedoch noch nicht garantiert werden.

Als sehr wichtigen Teil des Fördervereins bezeichnete Dr. Hermes die Vossloh AG. Durch deren Mitgliedsbeitrag kämen die Hälfte aller Beiträge zusammen.

Die anschließende Vorstandswahl ergab keine großen Veränderungen: Dr. Anne Hermes bleibt weiterhin Vorsitzende, Michael Baasner Kassierer, Marion Jeßegus übernimmt erneut das Amt der Pressewartin, der stellvertretende Musikschulleiter Sebastian Hoffmann wurde wieder zum 3. Beisitzer gewählt. Neu im Vorstand sind als 1. Beisitzer der neue Musikschulleiter Armin Sommer, der in Abwesenheit gewählt wurde, sowie der Ensemble- und Vereinsmanager der Musikschule, Andreas Regeling, der nun das Amt des 5. Beisitzers bekleidet. Der ehemalige Musikschulleiter Martin Theile stellte sich nicht mehr zur Wahl und schied aus dem Vorstand aus. Er übernimmt künftig gemeinsam mit Musikschul-Geschäftsführerin Martina Gadomski die Kassenprüfung.

Im Anschluss gab Sebastian Hoffmann einen kurzen Überblick zur Situation der Musikschule: Mit 1300 Schülern bliebe deren Anzahl konstant. Als neues Unterrichtsfach biete die Musikschule Dudelsack an. „Dafür haben wir schon 25 Anmeldungen – verteilt über alle Altersklassen“, freute Hoffmann sich. In diesem Zusammenhang wünschte sich Dr. Hermes, dass das Angebot der Musikschule generell bei allen Altersklassen Anklang fände, auch bei Senioren, für die es ebenfalls spezielle Angebote gebe. „Das muss in der Öffentlichkeit noch bekannter werden – es ist nicht nur eine Jugendmusikschule, sondern eine für alle.“

Von Laura Hermes

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