Möglicherweise liegt dort Munition

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Die beiden Spezialisten der Weimarer Ingenieursfirma IBH Herold bringen seit Mitte vergangener Woche in aller Gelassenheit die Bohrungen in den Straßenkörper.

Werdohl - Auf jeden Fall länger als die Herbstferien werden die Bohr-Erkundungsarbeiten an der B 229 in Eveking dauern. Erschwert werden die Arbeiten, weil es Hinweise auf mögliche Munitionsfunde gibt. Bei ersten Sondierungen vor einigen Monaten gab es einen Verdachtspunkt, dass an einer Stelle im Straßenkörper möglicherweise Munition liegen könnte.

Michael Overmeyer, Sprecher von StraßenNRW, sagte dazu Montag auf Nachfrage: „Es gibt an einer Stelle ein unklares Signal.“ Üblicherweise wird vor Bohrungen ein Metalldetektor benutzt, der solche Auffälligkeiten anzeigt. Am Dienstag werde direkt auf der Baustelle geklärt, ob an der Stelle mit dem unklaren Signal überhaupt gebohrt werden muss. Die Bohrungen waren ursprünglich vor drei Monaten geplant, wurden aber von StraßenNRW wegen zu großer verkehrlicher Belastungen auf der B 229 auf die Herbstferien verschoben.

Bereits in der ersten Herbstferienwoche war die B 229 in Eveking in Fahrtrichtung Werdohl halbseitig gesperrt, die Ingenieursfirma aus Weimar begann aber erst Mitte der Woche mit den Bohrungen. Später in dieser zweiten Herbstferienwoche und auch noch länger wird die andere Fahrbahnhälfte gesperrt. Mit Hilfe der Bohrungen will StraßenNRW den Baugrund erkunden. Die Stützwand zwischen Verse und Bundesstraße stammt aus dem Jahre 1925 und kann nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Vermutlich im Sommer des kommenden Jahres soll sie abgerissen und neu errichtet werden. Die Firma IBH-Herold & Partner aus Weimar ist beauftragt, an der alten Wand acht Bohrungen mit einer Tiefe von bis zu zehn Metern in den Boden zu bringen. Aus den Bohrkernen soll Aufschluss über den Fels gewonnen werden.

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