Mobile Lösung „ging voll in die Hose“ / Großer Dank an Spender

Vogelstange nun eingezäunt

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Schützenoberst Frank Herber, Schießmeisterin Christel Hausmann und Kassenwart Michael Grünhagen freuen sich auf das nächste Versetaler Schützenfest 2017, bei dem wieder auf die eigene Vogelstange geschossen werden soll.

Werdohl - So sehr, wie vor dem Königsschießen im Juni vergangenen Jahres, habe Frank Herber, Oberst der Versetaler Schützen, selten geschwitzt. Die erstmalige Nutzung einer mobilen Schießanlage sorgte damals für ernsthafte Probleme. Beim Schützenfest im nächsten Jahr soll daher wieder auf die eigene Vogelstange geschossen werden.

„Nachdem wir die Nutzung einer mobilen Schießanlage ausprobiert haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen, unsere eigene Anlage zu sanieren“, sagte Frank Herber am Montagnachmittag. Eine Sanierung war nötig geworden, nachdem die Anlage im vergangenen Jahr von der Kreispolizeibehörde wegen erheblicher Sicherheitsmängel nicht abgenommen wurde. Aus finanziellen Gründen hatte sich der Verein dann jedoch zunächst auf die Nutzung einer mobilen Schießanlage verständigt.

„Doch das ist vollkommen in die Hose gegangen“, so Herber. Der Anbieter hatte eine andere Vogelstange geliefert, als vereinbart worden war. Die gelieferte Stange war deutlich kleiner. Daher musste kurz vor Schießbeginn „gehörig improvisiert werden“.

Beim nächsten Versetaler Schützenfest im kommenden Jahr wird daher wieder auf die alte, vereinseigene Anlage geschossen. Um dafür die Genehmigung der Polizei zu bekommen, musste ein zwei Meter hoher Gitterzaun errichtet werden: „Hintergrund ist ein fehlender Fallstop an der Hebeanlage des Vogelkastens“, erklärte Herber. Würde der Drahtseilzug nämlich beschädigt, könnte der Vogelkasten im schlimmsten Fall aus zehn Metern Höhe ungebremst in die Tiefe stürzen. „Die Gefahr, dass sich in einem solchen Fall zufällig jemand an der Stange aufhält und verletzt wird, ist zu groß“, gab Herber die Einschätzung der Sicherheitsexperten wieder. Daher wurde die Vogelstange nun eingezäunt. Kosten: rund 3500 Euro. „Ohne Sponsoren hätten wir das überhaupt nicht stemmen können. Daher gilt ihnen unser tiefster Dank!“, unterstrich Herber.

Die Errichtung des Zauns hatte der Werdohler Garten- und Landschaftsbau-Betrieb Dobrowolski übernommen. „Der Bereich musste mit einem Bagger ausgekoffert werden. Anschließend wurde das Fundament gegossen. Es folgten ein Kiesbett, ein Unkrautfiltervlies und eine Lage Schotter“, erläuterte Herber den Aufwand der Arbeiten, die drei Tage in Anspruch nahmen.

In diesem Zuge wurde auch der Motor der Hebeanlage von einem ortsansässigen Unternehmen repariert. Auch der Kugelfang soll im kommenden Jahr erneuert werden. Dass die Anlage bereits in diesem Jahr saniert wurde, liege laut dem Schützenoberst daran, dass der Prüfer der Kreispolizeibehörde in dieser Woche „viele Schützenvereine besucht und deren Anlagen abnimmt. Damit wir nicht noch einmal extra Spesen bezahlen müssen, haben wir uns nach seinem Zeitplan gerichtet.“

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