Miniaturzug mit Pfeifenreinigern geschmückt

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In mühevoller Handarbeit hat Reiner Müller die Miniatur-Version des Eröffnungszuges mit Pfeifenreinigern geschmückt. - Fotos: Kellermann-Michels

Werdohl - „Heute vor 50 Jahren fuhr der Eröffnungszug der Ruhr-Sieg-Strecke – die E10 mit Bügelfalte – im Werdohler Bahnhof los.“ Mit diesen Worten eröffnete am Donnerstag Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, die Ausstellung über die Elektrifizierung der Ruhr-Sieg-Strecke im Stadtmuseum. Reiner Müller hatte diese Ausstellung beim Eisenbahnstammtisch angeregt.

Müller hatte auch in feinster Handarbeit einen Miniaturzug mit Pfeifenreinigern verziert, um den Eröffnungszug so authentisch wie möglich aussehen zu lassen.

Zwei Dutzend Eisenbahnfreunde waren gekommen, um sich die Ausstellung anzusehen. Auf drei Stellwänden sind viele Fotos zu sehen, die Heinz-Werner Turk aus seinem Archiv zur Verfügung gestellt hat: „Ein Vierteljahr Arbeit steckt darin. Ich habe lange recherchiert und gesucht, bis ich die passenden Bilder gefunden und ausgewählt hatte“, erzählte der Neuenrader.

Für Werdohl sei es ein Segen gewesen, dass die Ruhr-Sieg-Strecke in Betrieb genommen wurde, berichtete Burkhardt den Gästen. Denn nach dem Bau der Strecke habe sich die Einwohnerzahl verdreifacht. Der Bau sei zwar mit viel Aufwand und Arbeit verbunden gewesen, habe sich aber gelohnt.

Reiner Müller, der Ideengeber für die Ausstellung, und Friedrich Mentzel erinnern sich noch sehr gut an den 14. Mai 1965: Sie bestaunten damals den Eröffnungszug. Beide Männer sind auf einem der ausgestellten historischen Fotos zu erkennen.

Exponate: Anfassen erwünscht

Neben einem Film über die Ruhr-Sieg-Strecke, der in Endlosschleife läuft, können Besucher im Stadtmuseum auch alte Exponate bestaunen. Diese anzufassen und zu erraten, wofür sie benutzt wurden, ist ausdrücklich erwünscht. Dabei helfen Karten, auf denen die genaue Bedeutung erklärt wird.

Wer Interesse daran hat, sich diese Ausstellung anzusehen, kann dies an den kommenden beiden Sonntagen, 17. und 24. Mai, zu den Öffnungszeiten des Museums tun. Bei regem Interesse bleibt die Ausstellung möglicherweise auch bis zum 31. Mai stehen. Das Stadtmuseum ist an den Sonntagen von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet.

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