Grundschüler engagieren sich beim Sponsorenlauf

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Die Mädchen und Jungen der Martin-Luther-Grundschule, ehemalige und zukünftige Schüler sowie einige Eltern zeigten beim Sponsorenlauf vollen Einsatz.

Werdohl - „Lauft nicht so schnell los, teilt Euch die Kräfte ein“, mahnte der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf. Schulleiterin Britta Schwarze ergänzte: „Und redet nicht so viel beim Laufen, sonst geht Euch die Puste aus.“

Von Michael Koll

Und doch sprinteten die Mädchen und Jungen beim Start übermotiviert los. Kein Wunder, das bei einigen bald die Kräfte nachließen. Aber die Kinder hatten schließlich auch einen guten Grund, sich anzustrengen, denn sie liefen für einen guten Zweck.

Schwarze hatte ihren Schützlingen Bilder eines Projektes der Kindernothilfe in Peru gezeigt. Dort müssen Mädchen und Jungen im Grundschulalter Ziegel herstellen, leben in ärmlichen Verhältnissen und haben nicht viel zu essen. Die 167 Schüler der evangelischen Martin-Luther-Schule in Ütterlingsen waren entsetzt: „Wir können zur Schule gehen und stöhnen immer“, erinnert sich Schwarze daran, was ihre Grundschüler zu ihr da sagten. „Und die dürfen gar nicht zur Schule“, seien die Sauerländer Kinder entsetzt gewesen.

So hätten die Fünf- bis Neunjährigen auch selbst entschieden, dass nicht die Hälfte der Einnahmen des Sponsorenlaufs am Samstag auf dem Riesei in die eigene Schule fließen sollten, sondern lediglich 40 Prozent. Die anderen 60 Prozent gehen nun nach Peru, „weil es uns ja so viel besser geht“, habe das Schulparlament argumentiert.

 Auch ehemalige und zukünftige Schüler der Martin-Luther-Schule gingen an den Start. Schwarze freute sich: „Vom Kindergarten kamen sogar Mädchen und Jungen, die erst in zwei Jahren auf unsere Schule wechseln.“ Sogar einige Eltern und eben auch der stellvertretende Bürgermeister nahmen am Sponsorenlauf teil. Pfarrer Martin Buschhaus sprach ein Grußwort, Fitness-Trainerin Eva Oßenberg leitete die Kinder beim Aufwärmen an. Der Märkische Kreis hatte eine Kiste mit Spielzeugen zur Verfügung gestellt, die für Beschäftigung in den Pausen sorgte – mit beispielsweise „Vier gewinnt“ und Fußball. Middendorf hatte ein paar Süßigkeiten mitgebracht, die die Läufer nach den absolvierten Runden als Belohnung erhielten.

Schwarze beobachtete: „Und einige von ihnen wachsen an solch einem Tag über sich hinaus. Beim Training in der Halle haben sie vielleicht nur zwei oder drei Runden geschafft. Hier und heute kommen sie dann sogar auf 40.“ Da reichten ein paar Gummibärchen zur Stärkung vielleicht dann auch nicht mehr aus. So gab es also auch gegrillte Würstchen und ein großen Kuchenbuffet.

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