57-jähriger Werdohler wegen Kinderpornografie verklagt

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Werdohl - Ein Defekt seines Computers wurde einem 57-jährigen Werdohler jetzt zum Verhängnis.

Er brachte das Gerät zu einem Reparaturbetrieb, dessen Mitarbeiter nicht nur den Fehler, sondern auf der Festplatte auch zehn Bilddateien mit kinder- und jugendpornographischem Inhalt entdeckten. Sie erstatteten Strafanzeige, die in der Folge zu einer Anklage vor dem Amtsgericht führte.

Zu den Hindergründen teilte Jens Berndt, Pressesprecher des Gerichts, mit, dass neun dieser Videodateien des Angeklagten die minderjährige Tochter von dessen ehemaliger Lebensgefährtin gezeigt haben sollen. Er soll das unbekleidete Mädchen heimlich im Bad seiner Wohnung gefilmt haben.

Laut Anklage soll der 57-Jährige aber keine selbstangefertigten Bild- oder Videodateien veröffentlicht haben. Weil der Angeklagte zur Verhandlung im Amtsgericht Altena nicht erschien, verhängte das Jugendschöffengericht per schriftlichem Strafbefehl eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zwei Wochen hat der 57-Jährige nun Zeit sich zu überlegen, ob er doch noch eine mündliche Verhandlung im Amtsgericht wünscht oder ob er die verhängte Strafe akzeptiert.

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