Dr. Mahdawi-Awel gibt Comeback

Dr. Reza Mahdawi-Awel kehrt Anfang Januar noch einmal als HNO-Arzt nach Werdohl zurück. - Foto: Griese

Werdohl - Ab Januar wird es wieder einen Hals-, Nasen-, Ohrenarzt (HNO) in der Stadt geben. Dann wird die bekannte HNO-Praxis an der Freiheitstraße wiedereröffnet. Was viele überraschen dürfte: Der neue HNO-Arzt ist ein alter Bekannter.

Nach sieben Jahren hatte Dr. Selma Uygun Ende August die HNO-Praxis geschlossen, die sie ab 2008 zunächst mit Dr. Reza Mahdawi-Awel zusammen und ab 2013 dann alleine weitergeführt hatte. Mehrere Versuche, einen Nachfolger zu finden, waren gescheitert, bis Uygun schließlich bei Mahdawi-Awel anfragte, ob er sich eine Rückkehr vorstellen könnte. Die Zeit drängte, denn es galt eine von der Kassenärztlichen Vereinigung vorgegebene Frist einzuhalten, damit die Versorgung Werdohls mit einem HNO-Arzt nicht in Gefahr geriet. Bei einer zu langen Vakanz wäre nicht sicher gewesen, dass ein neuer HNO-Arzt eine Zulassung für Werdohl bekommen hätte.

Doch Dr. Reza Mahdawi-Awel musste gar nicht lange überlegen, obwohl er Anfang 2013 von Werdohl nach Bonn umgezogen war. Er hatte viele gute Erinnerungen an seine mehr als 20-jährige fachärztliche Tätigkeit in Werdohl, nach wie vor stand er mit vielen ehemaligen Patienten in Kontakt. „Ja, Werdohl lag mir auch schon ein wenig am Herzen“, sagte Mahdawi-Awel über seine Beweggründe, nach dreijähriger Abstinenz noch einmal ein Comeback zu wagen. Er beantragte bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe seine erneute Zulassung. Der Zuschlag war kaum mehr als eine Formsache, zumal Mahdawi-Awel nach eigenem Bekunden der einzige Bewerber um die Praxis war.

Am 4. Januar wird Dr. Reza Mahdawi-Awel nun also seine alte Praxis neu eröffnen. Im selben Haus an der Freiheitstraße wird er noch eine Wohnung beziehen, um nicht täglich zwischen Bonn und Werdohl pendeln zu müssen. Seine Sprechzeiten wird der HNO-Arzt allerdings gegenüber früher reduzieren. „Die Einwohnerzahl Werdohls ist gesunken, außerdem werde ich keine Operationen mehr durchführen“, sagte er zur Begründung. Seine Hoffnung ist, dass er die HNO-Praxis für einen anderen Kollegen attraktiv machen kann, der ihm irgendwann folgen wird. Wie lange er selbst noch praktizieren will? Mahdawi-Awel, der das 70. Lebensjahr mittlerweile überschritten hat, zuckt mit den Schultern und lächelt: „Auch in kann nicht ewig arbeiten. Aber ein paar Jährchen würde ich schon noch gerne.“

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