Der Lord hält Hof bei Pöngse

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Jean Marx spielt mit seinem Trio einen Sound, welcher an Rock-, Blues- und Soul-Klassiker der 60er- und 70er-Jahre erinnert. Dabei verbinden der Gitarrist und seine Mitstreiter schwarze Klänge und harten Rock – ganz im Stile von Living Colour.

Werdohl - Das Eintages-Festival Lord Bishop Rocks kehrt in die heimische Musikkneipe Alt Werdohl zurück. Am Freitag, 2. Otkober, gastiert der amerikanische Hüne Lord Bishop erneut in Kultwirt Pöngses Wohnzimmer. Mitgebracht hat der Paradiesvogel Bishop dafür wie gehabt eine Reihe hochkarätiger Vorgruppen.

Mittlerweile ist das Datum 2. Oktober fest im Kalender verankert für den Rock-Zirkus des Lord Bishop. Stets am Tag vor dem Feiertag Tag der Deutschen Einheit macht der hochgewachsene Amerikaner im Alt Werdohl die Nacht zum Tag. Und dabei gibt es stets ordentliche Musik aufs Ohr.

Wirt Jürgen „Pöngse“ Krutzsch sagt dazu: „Während etwa in Altena das Kneipenfestival in mehreren Lokalen stattfindet, kann man in Werdohl gleich fünf Gruppen an einem Ort erleben.“

Bevor Lord Bishop mit seiner Band und ein paar Flaschen Whiskey, deren Inhalt er auch bereitwillig in offene Münder des Publikums verteilt, die Bühne erklimmt, kommen ein paar andere Combos zu Gehör: Ebenfalls aus den USA reist der Jean-Marx-Express an. Aus Deutschland sind die drei Gruppen Cunning Mantrap, Soledown und Wolfman Blues Orchestra.

Letztere sind dem heimischen Publikum sicherlich bekannt. Der Werdohler Ausnahmegitarrist Benny Peiser ist mit seiner Band vor drei Jahren auch schon im Vorprogramm von Lord Bishop aufgetreten. Das Orchestra spielt urgewaltigen Blues mit kraftvollen Soli und einem funky Bass, wobei es sich laut Selbstverständnis der Band „nicht um reinen Blues handelt, sondern eher um einen für ein Trio orchestralen Sound“. Peiser erhält bei dieser Gruppe Unterstützung von Willi Matic und Markus Schickard.

Aus New York kommt der Jean-Marx-Express. Das Trio war bereits vor fünf Jahren schon einmal zu Gast im Alt Werdohl. Sie sind also nicht nur in Pöngses Wohnzimmer gut bekannt, sondern auch in der Szene. So traten sie bereits mit der Blues-Ikone Johnny Winter und mit dem ehemaligen Gitarrist der Rolling Stones Mick Taylor gemeinsam auf.

Der Sound der Band erinnert seit mehr als einem Jahrzehnt an Rock-, Blues- und Soul-Klassiker der 60er- und 70er-Jahre. Heraus kommt ein Stil-Konglomerat, welches schwarze Klänge mit hartem Rock verbindet, so wie es die Band Living Colour einst begründete.

Außerdem covert Sänger und Gitarrist Jean Marx gerne Songs von Led Zeppelin, Cream und Jimi Hendrix. Auf der Bühne greifen ihm Bassist Aalics Bronson und Drummer Mark Manczuk dabei unter die sprichwörtlichen Arme. Das Trio Cunning Mantrap kommt aus Köln. Drummer Alex Klose, Saitenquäler Phry McDunstan und Bassist Tobias Schmidt holen ihre Inspiration aus den Welten des Heavy Metal, des Grunge und auch des psychedelischen Rocks der 60er-Jahre. Ihr Mini-Album heißt „Dull Days“.

Die Kölner von Soledown schließlich rocken seit fünf Jahren miteinander. Die Band setzt sich zusammen aus Sänger Taylor Shore, den Gitarristen Gerald Giebel und David Kreten, dem Schlagezeuger Michael Müller sowie Denis Eggert am Bass. 2014 veröffentlichten sie ihr Debüt „Mudbox“.

Das kleine Festival im Alt Werdohl beginnt am 2. Oktober um 20 Uhr und dauert etwa vier Stunden. Tickets kosten im Vorverkauf zehn und an der Abendkasse 15 Euro.

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