Lennespange könnte 30.000 Euro günstiger werden

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Martin Hempel (links) von der Tiefbau-Abteilung und Stadtplaner Stefan Groß stecken die Konturen der geplanten Lennespange ab.

Werdohl - Um bis zu 30.000 Euro könnten die Kosten für die Lennespange sinken, wenn die Planung für den Übergang zum Goetheparkplatz geändert wird. In einer Vorlage für den Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) schlägt die Stadtverwaltung vor, zwischen Goethestraße und Parkplatz anstelle einer Treppe eine Rampe zu errichten.

Bisher sieht die Ausführungsplanung des Büros Geskes.Hack vor, am Übergang vom Gehweg zum Goetheparkplatz eine Treppe zu bauen. Ein barrierefreier Zugang zum Flussufer sollte seitlich in Form eines Verbindungsweges entstehen, der parallel zur Goethestraße verläuft. Dieser Verbindungsweg soll dem Verwaltungsvorschlag zufolge jetzt entfallen. Stattdessen soll eine barrierefreie Rampe Goethestraße und Parkplatz verbinden.

Neben den genannten Einsparmöglichkeiten biete diese Variante auch den Vorteil, dass Familien mit Kinderwagen, Radfahrer sowie gehbehinderte Personen die Lennespange auf ihrer ganzen Länge – also vom Brüninghaus-Platz bis zum Lenneufer – nutzen können, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Außerdem führe die Treppe „zu einer massiven Überbauung der dort verlaufenden Versorgungsleitungen“ und „aufwendigen Sicherungs- und Umlegungsarbeiten“. Diese Arbeiten und die Kosten dafür entfielen, wenn stattdessen eine Rampe gebaut würde. Neben den Mitgliedern von Ustea und Stadtrat muss auch das Berliner Planungsbüro Geskes.Hack dem Vorschlag zustimmen, weil er eine deutliche Änderung der Ausführungsplanung darstellt. Die Verwaltung hat die Planer bereits um eine Stellungnahme gebeten. Diese wird während der Ausschusssitzung vorgetragen.

Weil die Planänderung das Überschwemmungsgebiet der Lenne betrifft, muss außerdem die Untere Wasserbehörde Stellung nehmen. Denn wenn für die Rampe Boden aufgeschüttet wird, steht bei einem Hochwasser ein kleineres Überschwemmungsgebiet zur Verfügung. Auch die Stellungnahme der Wasserbehörde wird die Verwaltung heute vortragen.

Von der neuen Planung ist schließlich auch die Zufahrt zum Imbiss Paradies und der Weg zum Goethespielplatz betroffen. Diese müssten um rund sechs Meter nach rechts versetzt werden. Vor der jetzigen Zufahrt wäre der Höhenunterschied zwischen Rampe und Zuweg zu hoch, um mit einem Auto darüberzufahren.

Der Ausschuss tagt am Dienstag, 17. März, ab 17 Uhr öffentlich im Ratssaal. - Von Constanze Raidt

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