Lenne-Stünnen: Markante Wegweiser am Lenneufer

Werdohls Stadtplaner Stefan Groß, Tiefbauunternehmer Dirk Weinbrenner, Matthias Schröder, Stadtplaner in Plettenberg, und Regina Wildenburg, zuständig für den Bereich Tourismus in Werdohl, präsentieren die Lenne-Stünnen am Goetheparkplatz.

Werdohl -  Die farbigen Gebilde am Lenne-Ufer – der Betrachter könnte sie für Kunstwerke halten – fallen sofort ins Auge. Wer näher hinsieht, erkennt die Beschriftungen: Die so genannten Lenne-Stünnen sind Wegweiser entlang der gesamten Lenneroute.

Das Wort Stünne ist eine althochdeutsche Bezeichnung für Stange, Stiel oder Strebe. Tatsächlich erinnern die grüne, blaue und graue Stünnen entfernt an Stangen. Die Farbe blau symbolisiert das Wasser, grün die Natur und grau steht für die Industrie. Doch darüber hinaus sollen die Stünnen vor allem den Radfahrern noch viele weitere Hinweise liefern. „Auf den blauen Stünnen ist die Flusskilometrierung eingelasert“, erklärt Werdohls Stadtplaner Stefan Groß. So erfahre der Radfahrer, der in Richtung Lennemündung nach Wetter fährt, regelmäßig, wie viele Kilometer er bis zur Mündung (Kilometerangabe Null) noch vor sich hat. So ist beispielsweise auf der Stünne am Goetheparkplatz die Zahl 44,4 zu lesen. Die blauen Hinweisstreben sind entlang des Flussufers auch ohne ihre grünen und grauen Pendants aufgestellt worden.

Tauchen die drei Stünnen im Gesamtpaket auf, weist das auf besonders markante Punkte, Projekte oder Sehenswürdigkeiten hin. „Dann lohnt sich für den Radfahrer auch mal eine Rast“, stellt Groß fest. Um diese zu vereinfachen, sollen demnächst noch zahlreiche Fahrradständer am Flussufer aufgestellt werden.

Auf Werdohler Stadtgebiet gibt es insgesamt vier der dreiteiligen Marker: am Goetheparkplatz, wo sich demnächst die Lennespange anschließen soll; an den Sonnenfängern, beziehungsweise dem Kletterfelsen; an der Lennebrücke am Kalkofen sowie am Viadukt.

Die Idee der Lenne-Stünnen ist im Rahmen eines Regionale-Projektes entwickelt und mit Hilfe entsprechender Fördergeldern umgesetzt worden. „Und zwar im Rahmen eines Workshops im Haus Nordhelle im November 2012“, erzählt Matthias Schröder, Stadtplaner in Plettenberg. Im Rahmen dieses Workshops seien insgesamt zwölf Produkte entstanden, die als Lennerouten-Marker hätten dienen können. „Eine Jury hat dann die Stünnen ausgewählt“, sagt Schröder. Der Entwurf stamme von Stefanie Kusche und Birthe Thomas, Studentinnen an der Uni Siegen.

Aufgestellt wurden die markanten Stünnen jetzt von den Mitarbeitern des Tiefbauunternehmens Weinbrenner. „Wir waren in Werdohl, Plettenberg, Altena und Nachrodt entlang der Lenne unterwegs“, stellt Dirk Weinbrenner fest. Zwei Lastwagen seien zum Transport der vorbereiteten Fundamente benötigt worden. „Ein dritter Lastwagen ist dann mit den Lenne-Stünnen hinterher gefahren.“

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