Laura Hermes ist nach Neuseeland aufgebrochen

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Laura Hermes reiste Samstag mit einer Freundin nach Neuseeland – dort wollen sie einfach herumreisen.

WERDOHL - Die vergangenen Festtage waren für Laura Hermes eine besonders aufregende Zeit: Die 18-Jährige ist am zweiten Weihnachtsfeiertag nach Neuseeland geflogen. Drei Monate will die Werdohlerin dort verbringen.

Als der Flieger am Samstag um 21.55 Uhr in Frankfurt startete, ging für Hermes ein Traum in Erfüllung. „Ich habe lange gespart, um mir diese Reise leisten zu können“, erzählt sie. Zusätzlich hat die 18-Jährige, nachdem sie im Sommer ihre Abitur-Prüfungen am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lüdenscheid bestanden hatte, einige Monate gearbeitet. Gemeinsam mit ihrer Freundin, der Lüdenscheiderin Nicola Rosenbohm, wird Hermes am anderen Ende der Welt auf Entdeckungsreise gehen.

Ursprünglich waren die USA das favorisierte Reiseziel der Werdohlerin. „Ich wollte aber unbedingt mit jemanden zusammen reisen. Nicola wollte nicht in die Staaten und hat Neuseeland vorgeschlagen“, erinnert sich die 18-Jährige an die Reiseplanung im Sommer 2014. Zunächst sei sie nicht begeistert gewesen. Dann aber habe sie ein Foto des Vulkans Mount Ngauruhoe entdeckt – einer von Peter Jacksons Mittelerde-Drehorte bei den Herr-der-Ringe-Verfilmungen. „Ohne zu wissen wo dieses Foto entstanden ist, war mir klar: ,Da will ich hin’“, erinnert sich Hermes.

Konsequent durchgeplant haben die jungen Frauen ihre Reise nicht, im Gegenteil: „Wenn wir in Auckland gelandet sind, werden wird dort fünf Tage in einem Hostel wohnen. Für später haben wir nichts mehr gebucht.“ Zunächst wollen die Sauerländerinnen zum nördlichsten Punkt des Inselstaates reisen. „Das bietet sich einfach an“, meint Hermes.

Anschließend schwebt der Werdohlerin eine große Rundreise vor, mit einem Busticket, das auf ganz Neuseeland gültig sei. „Ohne Zeitplan: Wenn es uns irgendwo besonders gut gefällt, dann bleiben wir einfach gleich ein paar Tage.“ Neben einfachen Unterkünften ist für die 18-Jährige das Campen eine echte Alternative. „Ein Zelt werden wir uns in Neuseeland kaufen“, erzählt sie.

Auch „Woofen“ komme in Frage: Die Reisenden wohnen kostenfrei in einer Farm und helfen dem Betreiber im Gegenzug bei den täglichen Arbeiten. „Dabei kann man die Menschen kennenlernen, das stelle ich mir cool vor“, sagt Hermes.

Trotz aller Spontaneität gibt es ein paar Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die die 18-Jährige auf keinen Fall verpassen möchte. Der Abel Tasman Coast Track, ein 51 Kilometer langer Wanderweg im Norden der Südinsel Neuseelands, gehört dazu.

„Wenn man dort unterwegs ist, kann man direkt am Strand im Zelt übernachten“, schwärmt die Werdohlerin, die außerdem unbedingt mit Delfinen schwimmen und Wale sehen möchte: „Das wünsche ich mir schon seit der Grundschulzeit.“

Ihre eigene Badewanne möchte sich Hermes gemeinsam mit ihrer Freundin im Sand des Hot Water Beach graben. Und ein Abstecher zum Hobbit-Filmset, der Heimat der Hauptakteure in den Tolkien-Verfilmungen, ist ebenfalls geplant.

„Ich freue mich wirklich auf alles“, stellt die 18-Jährige fest – auch darauf, das gewohnte Umfeld zu verlassen, den Alltag am anderen Ende der Welt gemeinsam mit der Freundin zu bewältigen und so vielleicht einen anderen Blick auf viele Dinge zu gewinnen: „Ich hoffe, dass mich diese Reise auch persönlich weiterbringt.“

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