Lkw-Fahrer nur leicht verletzt

B 229: 40-Tonner kracht in Hauswand - Haus liegt in Trümmern

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Am Dienstagmorgen ist ein Lastwagen in Werdohl von der B229 abgekommen und gegen ein Haus gekippt.

[Update 15.55 Uhr] Werdohl - Am Dienstagmorgen ist ein Lastwagen auf der B229 bei Werdohl-Borbecke in ein Haus gerast. Das Gebäude, das entgegen erster Vermutungen zum Unfallzeitpunkt unbewohnt war, stürzte fast vollständig zusammen. Der Lkw-Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die B229 war ab 8.50 Uhr bis in die Mittagsstunden gesperrt.

Die Rettungshundestaffel war schon angefordert, da erreichte Feuerwehr und Polizei am Dienstagmorgen die erlösende Nachricht: Der Bewohner des Hauses Borbecke 2, in das kurz zuvor ein mehr als 40 Tonnen schwerer Lastwagen gekracht war, ist verreist. Folglich konnte niemand unter den Trümmern begraben sein.

Den Helfern, die um 8.41 Uhr alarmiert worden waren, bot sich am Unfallort ein Bild der Zerstörung: Das Wohnhaus an der Bundesstraße 229 war fast vollständig in sich zusammengestürzt. Der Lastwagen war umgestürzt und lag stark beschädigt auf der rechten Seite.

Fahrer nur leicht verletzt

Großes Glück hatte der Fahrer, ein 39-jähriger Mann aus Giershausen im rheinland-pfälzischen Landkreis Altenkirchen. Er hatte neben einem Schock nur leichte Verletzungen erlitten und wurde beim Eintreffen der Feuerwehr schon im Rettungswagen behandelt. Autofahrer, die auf der Bundesstraße unterwegs waren, hatten ihm beim Verlassen des Fahrerhauses geholfen. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht.

Zwei Hunde gerettet

Am Dienstagmorgen ist ein Lastwagen auf der B229 bei Borbecke in ein Haus gerast.

Die Feuerwehrleute – 24 Einsatzkräfte der Löschzüge Kleinhammer und Eveking sowie der Löschgruppe Brüninghaus – hatten zunächst den Vorraum des zerstörten Hauses geöffnet. Dort fanden die Helfer zwei verängstigte Hunde, die aber unverletzt waren und von den Wehrmännern ins Freie gebracht wurden.

Hausbesitzer verreist

Da Einsturzgefahr bestand, konnten sich die Helfer nicht weiter vorwagen, um nach verschütteten Menschen zu suchen. „Das wäre unverantwortlich“, erklärte der Einsatzleiter, Stadtbrandmeister Manfred Theile. Erst einige Zeit später gelang es der Polizei, einen Familienangehörigen des Hausbesitzers zu erreichen, der Entwarnung gab. Der Bewohner war verreist.

Schwerer Unfall auf der B 229 - Lkw zerstört ein Wohnhaus

Technischer Defekt?

Die Polizei sicherte unterdessen die Spuren und untersuchte das Fahrerhaus des Lastwagens, um die Unfallursache zu ermitteln. Der Fahrer war in Richtung Lüdenscheid unterwegs. Er hatte kurz nach dem Unfall von einem technischen Defekt berichtet. Das konnten die Beamten bis zum Dienstagnachmittag weder bestätigen noch dementieren. Auch die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht genau beziffert werden. Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski sprach allerdings von einer „hohen Schadenssumme“.

Lkw musste entladen werden

Um den Lastwagen – er war kurz zuvor bei einem Werdohler Unternehmen mit Metallschrott beladen worden – bergen zu können, musste der 40-Tonner zunächst wieder entladen werden. Hilfe erhielten die Rettungskräfte von der Firma Menshen, die entsprechendes Gerät zur Verfügung stellte.

Lange Staus

Direkt nach dem Unfall hatten sich im Versetal lange Staus gebildet. Die Bundesstraße 229 musste für mehrere Stunden komplett gesperrt werden und konnte erst am Nachmittag wieder halbseitig für den Verkehr frei gegeben werden.

Einspurige Straßenführung

Auf Behinderungen müssen sich die Autofahrer auf der B 229 jetzt noch für einen längeren Zeitraum einstellen: Da das Haus in der Borbecke einsturzgefährdet ist, muss es abgesichert und die Fahrbahn halbseitig gesperrt werden. „Der Verkehr wird durch eine Ampelanlage geregelt“, erklärte Peter Erwig aus der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement im Werdohler Rathaus. Der Landesbetrieb Straßen.NRW werde eine mobile Schutzwand errichten.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei Werdohl unter 0 23 92/93 99 0 zu melden.

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