Brand im Februar: 27-Jährige aus Werdohl angeklagt

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Die Umstände eines Brandes in einem Pungelscheider Mehrfamilienhaus werden ab heute gerichtlich aufgearbeitet.

Werdohl - Nur das entschlossene Eingreifen der Feuerwehr hatte am 9. Februar verhindert, dass der Brand in einer Wohnung auf ein ganzes Mehrfamilienhaus übergreifen konnte.

Ab Donnerstag beschäftigt dieser Brand die 6. große Strafkammer des Landgerichts Hagen. Angeklagt ist eine 27-jährige Werdohlerin, der vorgeworfen wird, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft legt ihr schwere Brandstiftung in Tateinheit mit Sachbeschädigung zur Last.

Die offenbar psychisch kranke Frau soll im Zustand verminderter Schuldfähigkeit an vier Stellen ihrer Wohnung in dem Pungelscheider Mehrfamilienhaus Kleidungsstücke und Gegenstände angezündet haben. Das Feuer soll sich dann ausgebreitet haben, bis die Kunststofffenster und die Badezimmertür in Flammen gestanden haben. Die Angeklagte soll aus einem Fenster ihrer Wohnung gesprungen sein, nachdem sie erkannt habe, dass ihr Vorhaben, sich durch die Rauchgase selbst umzubringen, scheitern würde. Eine Nachbarin war durch einen Rauchmelder auf den Brand aufmerksam geworden und hatte Feuerwehr und Rettungskräfte alarmiert.

Das Haus, in dem die 27-jährige Angeklagte allein in einer Wohnung lebte, wurde durch Löschwasser und eine geplatzte Wasserleitung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Alle Mieter hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Ob die Angeklagte verurteilt werden kann, steht noch in den Sternen. Laut Mitteilung des Gerichts ist sie derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Im Gerichtsverfahren müsse geprüft werden, ob sie dauerhaft in einer solchen Einrichtung leben müsste. Es sind fünf Hauptverhandlungstermine angesetzt.

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